Statement zur Kommunalwahl 2020

„Den Weg konsequent weitergehen!“ - Wirtschaft für Duisburg fordert die Parteien auf, die heimische Wirtschaft nachhaltig zu stärken. 10-Punkte-Programm für mehr Prosperität.

Nach der Kommunalwahl werden die Karten in Duisburg neu gemischt. Mit Blick auf die möglichen Koalitionen fordert der Verein Wirtschaft für Duisburg die Parteien auf, die heimische Wirtschaft nachhaltig zu stärken und so Arbeitsplätze zu sichern sowie Einnahmen für die Stadt zu generieren. „In der jüngeren Vergangenheit sind wichtige und richtige wirtschaftspolitische Weichen gestellt worden, damit Duisburg das eigene Schicksal wieder ein Stück weit selbst gestalten kann“, sagt Alexander Kranki, Vorsitzender von Wirtschaft für Duisburg. „Diesen Weg muss die Politik auch in der neuen Legislaturperiode konsequent weitergehen. Alles andere würde uns um Jahre zurückwerfen und die Verhältnisse in der Stadt zementieren.“

Denn die Herausforderungen in den nächsten Jahren sind enorm, die Corona-Krise wird noch lange nachwirken. Der Wirtschaftsstandort Duisburg verzeichnete vor Corona einen leichten Aufwärtstrend, wie das Kommunalranking des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigte. „Diesen Trend müssen wir verstetigen und insgesamt noch mehr Fahrt aufnehmen“, sagt Kranki. Deshalb müsse der neu gewählte Stadtrat Wirtschaft als Querschnittsaufgabe definieren, um Unternehmen, Arbeitsplätze und Wohlstand in der Stadt zu halten und auszubauen.

Anknüpfungspunkte gibt es genug, wie das IW in einer von Wirtschaft für Duisburg beauftragten Detailanalyse feststellt. Eine wichtige Botschaft: Duisburg hat Innovationspotenzial! Die Stadt gehört zu den patentstärksten Städten im Ruhrgebiet; besonders dank einer aktiven Patentstrategie der Universität Duisburg-Essen. Außerdem fällt die Abwanderung von Personen im Erwerbstätigenalter in Duisburg geringer aus als im Schnitt der kreisfreien Städte. Der Druck vom Immobilienmarkt ist geringer als in anderen Städten. Laut IW kann dies als Potenzial für eine lebendige und attraktive Innenstadt eingeordnet werden.

Das IW empfiehlt, die Stärken zu stärken: So hat Duisburg aus Sicht der Forscher gute Chancen, als Universitätsstandort auf den Feldern Brennstoffzellentechnik sowie Wasserstoff- und Umweltforschung im Bereich Innovationen zu punkten. Der Hafen könnte als Vorreiter im Bereich 5G fungieren. Stadtentwicklungsprojekte wie Wedau-Nord oder Mercator One steigerten die Anziehungskraft für wachstumsstarke Unternehmen und Start-ups. Und der direkte Draht der Unternehmen in die Verwaltungsspitze sei zudem durch die Position des Wirtschaftsdezernenten gesichert. Aber dabei müsse Duisburg immer Kooperationen mit anderen Kommunen verfolgen. Einzelne Städte seien im globalen Kontext zu klein, das traditionelle Wettbewerbsdenken im Ruhrgebiet müsse endlich der Vergangenheit angehören. Wettbewerber seien andere Metropolregionen. Um mithalten zu können, brauche es eine Arbeitsteilung zwischen den Städten und Projekte mit Strahlkraft.

„Diese Sichtweise des IW stützen wir vollumfänglich“, sagt Alexander Kranki. Der nächste wichtige Schritt in Duisburg sei die Neuaufstellung der hiesigen Wirtschaftsförderung, die der Verein konstruktiv-kritisch begleitet. „Wir wünschen uns, dass hier von Beginn an in großen Dimensionen gedacht wird.“ Aber auch auf vielen weiteren Feldern brauche es eine dauerhafte Dynamik: „Bei der Stadtentwicklung sind wir auf einem guten Weg. Dieser Schwung muss in der kommenden Legislaturperiode nun auch auf andere Bereiche übergreifen. Unser 10-Punkte-Papier benennt die zentralen Handlungsfelder und soll als Impuls die weitere Entwicklung Duisburgs unterstützen.“

Alexander Kranki, Vorsitzender Wirtschaft für Duisburg (Foto: Wirtschaft für Duisburg)

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