Statement des Unternehmerverbandes

„Mobiles Arbeiten ist in einer modernen Arbeitswelt selbstverständlich. Gesetzliche Ansprüche bremsen.“

Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes zur Homeoffice-Diskussion.

„Die Corona-Pandemie war ein Katalysator für Unternehmen und Beschäftigte, um in kurzer Zeit umfassende Erfahrungen mit den Themen mobile Arbeit und Homeoffice im großen Stil zu sammeln. Und die gemachten Erfahrungen sind weit überwiegend sehr positiv. Sie passen sehr gut zum bereits seit vielen Jahren in zahlreichen Unternehmen gelebten Umgang mit mobiler Arbeit. Mit sinkenden Inzidenzzahlen und schon vor Auslaufen der Homeoffice-Pflicht Ende Juni werden die Notfalllösungen nun, wo noch nicht geschehen, gemeinsam von Arbeitgebern und Arbeitnehmern schrittweise in tragfähige Zukunftsmodelle umgewandelt. Mobiles Arbeiten ist in einer modernen Arbeitswelt selbstverständlich.

Was es nicht braucht sind gesetzliche Regelungen wie ein generelles Recht auf Homeoffice, diese bremsen nur. Die moderne Arbeitswelt wird immer flexibler. Statt die alten Gesetze, z.B. rund um die Arbeitszeit, diesen Entwicklungen anzupassen, sattelt die Politik lieber neue Regulierungen oben drauf und vergrößert die Komplexität. Die Namen der Gesetzesvorhaben der sich selbst als progressiv verstandenen Parteien mögen schön klingen, am Ende würden sie eine progressive Entwicklung aber wieder einmal ausbremsen. Ein ums andere Mal versucht Politik, Arbeitsbedingungen zu gestalten. Das ist aber aus gutem Grund Sache der Sozialpartner.

Unternehmen und Beschäftigte müssen gerade jetzt die Möglichkeit haben, eigene, individuelle Maßnahmen und Umsetzungen zur nachhaltigen Gestaltung von mobiler Arbeit zu finden. Und zwar solche, die für alle Seiten passgenau sind. Nicht alle Beschäftigten, die mobil arbeiten könnten, wollen dies auch. Umgekehrt ist das Potenzial mobiler Arbeit sicher noch nicht ausgeschöpft. Nur: Daran wird auch ein „Recht auf Homeoffice“ nichts ändern. Ein Recht ersetzt nicht die betrieblichen und menschlichen Bedürfnisse nach Flexibilität.“

 

Martin Jonetzko, stellv. Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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