Statement des Unternehmerverbandes - Die Lage ist ernst!

Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz zu den Corona-Entscheidungen des Bundes und der Länder

Gesundheit geht vor – an diesem Mantra hat sich seit dem Frühjahr nichts geändert. Mit Blick auf die dramatischen Corona-Entwicklungen haben sich Bund und Länder deshalb entschlossen, zu handeln. Und ja, sie mussten harte Entscheidungen treffen, weil das Bewusstsein für die Gefahren durch Corona in der Bevölkerung lange nicht mehr so präsent ist wie noch im Frühjahr. Damals haben die Bilder aus Bergamo und provisorische Kühlhäuser für Särge in New York die Bedrohung fassbar gemacht. Nach einem Sommer ohne große Ausschläge aber war der Alltag zurück – scheinbar.

Die neuesten Rekordzahlen bei den Infektionen sprechen eine andere Sprache. Dass unsere Nachbarländer bereits jetzt an Kapazitätsgrenzen im Gesundheitssystem stoßen, dringt nur langsam durch. Belgische Bürger müssen in deutschen Krankenhäusern behandelt werden – nur ein Beispiel. Die Gefahr ist real!

Was die Politik nun entschieden hat, erscheint trotzdem vielen als überzogen. Es trifft die, die seit März um ihre Existenz kämpfen; die sich kreativ um Hygienekonzepte bemüht haben, die auch funktionieren. Die Schließung von Restaurants, Theatern, Fitnessstudios, Massagepraxen etc. im November ist ein Signal und ein Symbol. Es richtet sich an all diejenigen, an denen die Appelle zur Selbstverantwortung in den vergangenen Wochen abgeprallt sind. Insofern werden nun Unternehmer*innen und Kulturschaffende stellvertretend für all die in Haftung genommen, die die Gefahr ignorieren. Um ihnen die Gefahr bewusst zu machen.

Dass hier hunderttausende wirtschaftliche Existenzen wissentlich in Gefahr gebracht werden zeigt eindrücklich, wie ernst die Politik die Lage sieht. Umso wichtiger ist es, dass die neu angedachten Hilfen für die Gastronomen & Co. nun schnell und unbürokratisch fließen! Nach den Erfahrungen aus dem Frühjahr gibt es hier sehr viel Luft nach oben.

Sollte auch dieses Signal verpuffen, hat die Politik nur eine weitere Alternative – den kompletten Lockdown. Und der wäre für unser Land eine Katastrophe mit nicht abzuschätzenden Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft!

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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