Smartphones im Unterricht einsetzen

Unternehmerverband fordert Offensive anstatt Handyverbot an Schulen

Smartphones sollten jetzt zügig Teil des Unterrichts an den weiterführenden Schulen werden – das fordert der Unternehmerverband. „Nur wenn wir es schaffen, Smartphones sinnvoll in der Schule zu integrieren, lässt sich ein Handyverbot an Schulen, wie es gerade in Frankreich beschlossen wurde, vermeiden“, verdeutlicht Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes.

Aus seiner Sicht sind Smartphones, aber vor allem ihre digitalen Möglichkeiten, aus dem Berufs- und Lebensalltag nicht mehr wegzudenken. „Umso wichtiger ist, dass man den richtigen Umgang damit früh genug erlernt“, so Jonetzko. Solange aber der sinnvolle Einsatz der Smartphones in den Unterricht nicht gewährleistet sei, könne er auch Eltern verstehen, die sich für restriktive Regelungen an den Schulen aussprechen. „Das Zocken in den Pausen ist nicht die digitale Bildung, die wir meinen“, so Jonetzko.

Junge Leute müssten die Technologien hinter dem Bildschirm verstehen. Jonetzko drängt die Landesregierung deswegen zur Eile. Zwar habe diese bereits Pläne für den Einsatz von Smartphones im Unterricht, diese müssten aber jetzt sehr zügig umgesetzt werden. „Fakt ist, dass uns die digitale Revolution sonst überrollt. Die übergroße Mehrheit der Kinder an weiterführenden Schulen besitzt ein Smartphone und nutzt es ganz selbstverständlich. Das zeigt den Handlungsbedarf“, so Jonetzko.

Es gäbe bereits gute Konzepte, die auch in Lehrerfortbildungen vermittelt werden, um Smartphones im Unterricht einzusetzen: zum Lesen, zum Vernetzen mit dem Whiteboard des Klassenraums oder als Diktiergerät. „Es gibt praktische Beispiele an NRW-Schulen, an denen Schüler im Chemieunterricht Experimente auf YouTube sehen, bei Sport Bewegungsabläufe aufzeichnen und auswerten oder in Informatik über den Datenschutz bei WhatsApp diskutierten“, weiß Jonetzko zu berichten.

Martin Jonetzko sieht in einer guten digitalen Bildung eine entscheidende Voraussetzung für den Berufserfolg junger Menschen, aber auch für eine erfolgreiche Suche der Unternehmen nach den Fachkräften der Zukunft. „Technische Berufe zum Beispiel sind längst digital. Sie bieten nicht nur gute Karriere- und gute Gehaltsperspektiven. Unternehmen, die hier Fachkräfte ausbilden und beschäftigen, nutzen neue Technologien oder entwickeln sie selbst“, betont Jonetzko. Infos zu MINT-Berufen in NRW hält z. B. eine Facebook-Seite von unternehmer nrw bereit, die über 13.000 Follower hat: www.facebook.com/MEAusbildungNRW/

Martin Jonetzko, stellv. Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes

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