Plädoyer für mehr Optimismus

Hanns-Peter Windfeder nutzt das Aschermittwochs-Treffen des Unternehmerverbandes, um für eine positivere Grundhaltung zu werben

Zum traditionellen Katerfrühstück des Unternehmerverbandes kamen erneut über 100 Gäste ins Haus der Wirtschaft an der Wiesenstraße. Der Unternehmerverband nutzt seine Aschermittwochs-Treffen nicht nur, um mit einem letzten deftigen Frühstück die Fastenzeit einzuläuten. Vielmehr wirft er mit seinen Gästen aus Wirtschaft und Politik, unter ihnen Mülheims Oberbürgermeister Ulrich Scholten, immer auch einen Blick auf die aktuelle Lage am Standort Mülheim.

Hanns-Peter Windfeder, der Vorsitzende des Verbandes, hielt in diesem Jahr ein eindringliches Plädoyer für eine optimistischere und positivere Sichtweise: „In der öffentlichen Diskussion werden vor allem die Risiken und zu oft nur die Probleme in unserer Stadt benannt. Dass wir aber mehr Chancen als Risiken in Mülheim haben, kommt zu kurz.“ Nach Ansicht Windfeders ist das Glas in Mülheim nicht halbleer, sondern halbvoll. In vielen Bereichen gäbe es positive Entwicklungen, die man auch benennen müsse.

Windfeder nannte unter anderem die Entwicklung im Bereich der Digitalisierung in den Unternehmen ebenso wie in der Mülheimer Verwaltung. Mit der richtigen Einstellung und vor allem dem Mitnehmen der Mitarbeiter könnten die großen Chancen und Möglichkeiten auch genutzt werden. Auch die neue Kooperation mit der Stadt Essen im Bereich des Nahverkehrs sowie die Einigung bei den Haushaltsberatungen im Stadtrat lobte der Verbandsvorsitzende als ermutigende Weichenstellungen. „Ich meine, dass es auch mal anerkannt werden muss, wenn sich Politik und Verwaltung trotz schwieriger Ausgangslage am Ende auf einen Kompromiss im Sinne unserer Stadt verständigen.“ Selbst beim schwierigen Thema Gewerbeflächen plädiert Windfeder für „Machen statt Lamentieren“. Es komme jetzt auf kreative Lösungen im Rahmen des Möglichen an, statt immer nur das Unmögliche zu betonen.

Nicht nur in Mülheim breite sich allerdings – befördert durch die sozialen Netzwerke im Internet – das Phänomen aus, die Dinge schlechtzureden. Im gesamten Ruhrgebiet habe sich zu viel Pessimismus breit gemacht, obwohl es der Region wirtschaftlich so gut geht wie seit fast 20 Jahren nicht mehr.

„Wir werden Investoren, Fachkräfte und junge Familien nur von Mülheim an der Ruhr begeistern können, wenn wir selbst an die Chancen dieser Stadt glauben“, meint Windfeder. Trotz der fortwährenden Umbrüche im Bereich der Industrie, seien die Potenziale in der Stadt enorm. Diese lägen zum Beispiel in der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft, oder auch in der Ansiedlung von Existenzgründern. Ebenfalls hoffnungsfroh für Zukunft stimme ihn, dass Stadt und Wirtschaft bei der Stärkungsinitiative Industrie mit ihren 33 konkreten Projekten vorankommen. Die Stärkungsinitiative soll einen Anschub geben, Mülheim zu einem wissensbasierten Industriestandort weiterzuentwickeln. 

Der zweite Teil des Katerfrühstücks gehörte dann einem gänzlich anderen Thema. Der Unternehmerverband hatte einen Literaten aus der Region eingeladen, sich und sein Werk zu präsentieren. „Wussten Sie, dass der Rock and Roll aus Duisburg-Bissingheim kommt?“, fragte der Ruhrgebiets-Autor und Musiker Zepp Oberpichler das überraschte Publikum, dem er anschließend sein neues Buch „Chuck Berry over Bissingheim“ vorstellte. Das Buch erklärt auf witzige Weise, wie es einst war mit „Oppa Wallusch“ aus Bissingheim, Chuck Berry und dem Rock and Roll.  Oberpichler las nicht nur aus seinem Werk vor, sondern unterbrach immer wieder, um selbst in die Gitarre zu greifen. Soviel Rock and Roll hatte das Haus der Wirtschaft lange nicht gesehen – ganz zur Freude der vielen Gäste, die manches Lied wiedererkannten.

Katerfrühstück des Unternehmerverbandes: Ruhrgebiets-Autor Zepp Oberpichler und Hanns-Peter Windfeder vom Unternehmerverband (Foto: Unternehmerverband)

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