Neue Perspektiven – Olympia 2032 an Rhein und Ruhr

Unternehmertag 2020: Die Region würde stark profitieren

Digitalisierung, Mobilität, Smart City, Nachhaltigkeit – das sind die zentralen Handlungsfelder der Initiative Rhein Ruhr City, die 2032 die Olympischen Spiele in die Rhein-Ruhr-Region holen möchte. Beim ersten digitalen Unternehmertag des Unternehmerverbandes stellte Michael Mronz, der Impulsgeber der Initiative, sein Konzept am Mittwoch im Livestream vor. Mit seinen Ausführungen traf er bei den Vertretern der regionalen Wirtschaft einen Nerv: „Als Unternehmerverband sind wir überzeugt, dass eine erfolgreiche Bewerbung unserer Region endlich den Schwung geben würde, den sie allein noch nicht realisiert hat“, sagte Dr. Marcus Korthäuer, Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbandes.

Korthäuer lobte das Konzept, das so ganz anders als die Ansätze der vergangenen Jahrzehnte sei: „Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle. 90 Prozent der Sportstätten sind bereits vorhanden und würden auch nach den Spielen weiter genutzt. Die überregionale Kooperation spielt eine zentrale Rolle – für das Kirchturmdenken im Ruhrgebiet könnte damit ein Gordischer Knoten durchschlagen werden, der diese Region schon seit Jahrzehnten in ihrer Entwicklung hemmt.“

Die Vision der Initiative, Innovationsbarrieren in Regionen aufzuheben und ein ökonomisches und ökologisches Zukunftskonzept für eine digital vernetzte und mobile Region zu realisieren, unterstützte Korthäuer ausdrücklich: „Das klingt nach so viel mehr als die klassischen Infrastrukturversprechen und -hoffnungen, die Großprojekte ja immer mit sich bringen.“

Rasmus C. Beck, der für die Business Metropole Ruhr, also die Dach-Wirtschaftsförderung für das Ruhrgebiet, das Konzept bewertete, sah ebenfalls Impulse, die weit über die klassischen Effekte Straßen- und Hochbau hinausgingen. „Eine Olympia-Ausrichtung kann ein umfassender Katalysator für eine beschleunigte Entwicklung unserer gesamten Region sein. Und zwar auf allen Ebenen. Es geht darum zu betonen, dass die Rhein-Ruhr-Kommunen schon lange verflochten sind und das Zusammenwachsen zu einer Region viele Chancen birgt. Ich bin gespannt auf den Prozess und wünsche mir, dass wir ihn aus der Wirtschaft heraus offen und proaktiv angehen.“

Genau das ist auch Mronz‘ Ziel. Offen warb er um Feedback zum Konzept, welches auf ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit setzt: „Wir möchten essenzielle Zukunftsthemen ‚durch‘ und nicht ‚für‘ Olympia an Rhein und Ruhr voranbringen, mit einem konkreten Zieldatum 2032. Für uns ist dabei der offene Dialog mit allen gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Akteuren enorm wichtig. Es geht nicht darum, unser Konzept einfach zur Abstimmung zu stellen. Es soll eine Bewerbung sein, hinter der die gesamte Rhein-Ruhr-Region steht. Das geht nur mit den Bürgerinnen und Bürgern zusammen, aus der Mitte der Gesellschaft heraus.“

Mit Blick auf die vergangenen deutschen Bewerbungen mahnte daher auch Korthäuer, die Menschen der Region von Anfang an auf den langen Bewerbungsweg mitzunehmen. „Die letzten deutschen Bewerbungsversuche sind allesamt unschön geendet: München (für 2018) und Leipzig (für 2004) mussten herbe Niederlagen einstecken. Die Bewerbungsideen Winterspiele in München 2022 und Sommerspiele 2024 in Hamburg wurden von der Bevölkerung per Abstimmung im Keim erstickt.“ Zu groß sei die Angst in der Bevölkerung gewesen, einfach nur Geld in ein tiefes Loch ohne langfristige Vision zu pumpen. Eine kleine Umfrage an der Duisburger Regattabahn zeigte allerdings, dass die Bürger einer Bewerbung dieses Mal deutlich positiver gegenüber eingestellt sein könnten – nahezu alle Befragten befürworteten die Spiele im Ruhrgebiet und im Rheinland. Oder, um es mit den Worten von Gabriela Grillo, Goldmedaillengewinnerin 1976 in Montreal in der Mannschaftsdressur, zu sagen: „Diese Region hat die Wahrnehmung in der Welt, die Olympische Spiele mit sich bringen, verdient.“

Für Rasmus C. Beck, Michael Mronz, Dr. Marcus Korthäuer und Moderatorin Jennifer Middelkamp (v.l.) ist Olympia 2032 eine große Chance.

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