Mutterschutz ja – aber nicht allein zu Lasten der Arbeitgeber

Unternehmerverband warnt vor einseitiger Belastung

Gegen „überzogene Mutterschutzbestimmungen allein zu Lasten der Arbeitgeber“ spricht sich der Unternehmerverband im Vorfeld der Sitzung des EU-Parlaments aus, bei der der Mutterschutz ausgeweitet werden soll. Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, erläutert: „Sollte der Mutterschutz von 14 auf 20 Wochen bei vollem Lohnausgleich ausgeweitet und einem vollständig bezahlten zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub zugestimmt werden, führt das zu höheren Kosten für die Unternehmen und verschlechtert die Beschäftigungschancen von Frauen.“ Wirtschaft und öffentliche Haushalte in Deutschland würden durch die Neuregelung nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts mit 1,7 Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich belastet. Davon müssten die deutschen Unternehmen Schätzungen zufolge allein 700 Millionen Euro tragen. „Die Lohn- und Gehaltsnebenkosten sind in Deutschland vergleichsweise hoch. Statt sie durch diese Neuregelungen noch weiter in die Höhe zu treiben, müssten sie im Gegenteil gesenkt werden, um Beschäftigung zu sichern“, fordert Schmitz.

Der Hauptgeschäftsführer weist darauf hin, dass in vielen hiesigen Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen wie Kita- und Kindergartenplätze in der Nähe der Arbeitsstelle, Kantinenessen zum Mitnehmen oder flexible Arbeitszeit eher die Regel als die Ausnahme seien. „Die Unternehmern haben erkannt, dass sie vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Fachkräftebedarf Mütter besonders fördern müssen“, sagt Wolfgang Schmitz. Deshalb wehrt er sich auch gegen EU-verordnete Gleichmacherei: Deutschland biete zusammen mit der Elternzeit und Lohnersatzleistungen während familiärer Freistellungsphasen ein gutes Gesamtpaket für Eltern, „das im EU-Vergleich überdurchschnittlich hohe Standards beinhaltet“, so Schmitz.

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