Mitmachen bei „Made in Germany“

InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie macht fünf Tage in Duisburg Halt / 112 Schüler können technische Berufe kennenlernen / Berufsfelderkundung für Achtklässler

Ob Getriebe für Windräder oder, wie bei der Siemens AG in Duisburg, moderne Komponenten für Öl- und Gaspipelines – solche Produkte, die das Siegel „Made in Germany“ tragen, werden an Rhein und Ruhr hergestellt. Dafür benötigen die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie Fachkräfte, die sie selbst ausbilden. „Wer bei ‚Made in Germany‘ mitmachen möchte, kann sich in unserem InfoTruck über technische Ausbildungsberufe und in den Betrieben selbst über die Chancen informieren“, wendet sich Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, an Schüler in der Berufsorientierung.

Der Unternehmerverband schickt den InfoTruck, der auf zwei Etagen mit 80 Quadratmetern modernste Medien sowie computergesteuerte, laufende Maschinen in Miniatur bereithält, wieder auf Firmen- und Schulhöfe seines Verbandsgebietes. Insgesamt bietet der Unternehmerverband so 112 Schülern in Duisburg die Gelegenheit, praxisnah die Berufe in der Metall- und Elektroindustrie vor Ort kennen zu lernen. Der InfoTruck macht dazu drei Tage lang bei der Siemens AG Halt: danach zwei weitere Tage bei der Gesamtschule Emschertal, an der Auszubildende der Firma Standardkessel Baumgarte GmbH von ihren Erfahrungen berichten. Für die Schüler ist diese Erkundung eine so genannte „Berufsfelderkundung“ im Rahmen des Übergangssystems Schule – Beruf „Kein Abschluss ohne Anschluss“, kurz: „KAoA“.

Eine Frage stellen die Schüler im InfoTruck immer: Was verdient man denn als Azubi in den Unternehmen? „Das Azubi-Gehalt ist höher als in vielen anderen Berufen; das Durchschnittseinkommen nach der Ausbildung als Facharbeiter liegt bei rund 43.500 Euro je nach Arbeitsaufgabe“, erläutert Schmitz. Neben den überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie stellt er auch die guten Bedingungen heraus: flexible Arbeitszeiten bei einer 35 Stunde-Woche, Aufstiegsmöglichkeiten zum Meister oder Techniker und spannende Auslandseinsätze.

Die Siemens AG in Duisburg exportiert bis zu 200 Verdichter jährlich in alle Welt. Eine wichtige Rolle spielt das 2008 in Betrieb genommene Mega-Testcenter zur Erprobung großer Verdichterstränge für die Öl- und Gasindustrie. Zurzeit bildet die Siemens AG Duisburg beispielsweise Azubis in den Berufen Mechatroniker und Industriemechaniker aus. „Uns ist es wichtig, bei den Schülern die Neugier an technischen Berufen zu wecken. Gerade auch Mädchen haben oftmals falsche Vorstellungen“, so Benita Hinsen, Human Resources / Learning and Education bei der Siemens AG. Mit der Aktion hoffe das Unternehmen, noch mehr qualifizierten Nachwuchs hier in der Region zu finden.

Gerade der praxisnahe Einblick sei für seine Schüler hilfreich, meint Lasse Wilken, Berufswahlkoordinator an der Gesamtschule Duisburg-Mitte. Denn frage man Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse nach ihren Berufswünschen, so würden sie häufig die Klassiker wie Kfz-Mechatroniker oder Kauffrau im Einzelhandel nennen. „Der InfoTruck und die Betriebserkundung lassen die Jugendlichen über den Tellerrand hinausschauen. Die hier gewonnenen Erkenntnisse über Berufsbilder und deren Anforderungen können Berufswünsche verändern und erweitern.“

„Am Wirtschaftsstandort Duisburg bietet die Metall- und Elektroindustrie sehr gute Perspektiven für Schüler, die in den Beruf starten wollen, und für Fachkräfte, die dringend gesucht werden“, ergänzt Alexander Kranki, Vorstandsvorsitzender von „Wirtschaft für Duisburg“. Dieser neue Unternehmerverband will für Wachstum und Beschäftigung in Duisburg sorgen: der High-tech-InfoTruck sei ein willkommener Anlass, die aussichtsreichen technischen Berufe in hiesigen Unternehmen vorzustellen.

Warfen gemeinsam einen Blick auf die Berufe der Metall- und Elektroindustrie: Schüler, Vertreter des Unternehmerverbandes und Macher des InfoTrucks, der nun bei Siemens in Duisburg war (Foto: Unternehmerverband)

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