Metallverband: Streiks sind eine unnötige Drohkulisse

Tarifvertrag zur Altersteilzeit läuft erst in anderthalb Jahren aus

Der Unternehmerverband der Metallindustrie Ruhr-Niederrhein UVM hat die Warnstreiks der IG Metall für neue Altersteilzeitregelungen scharf kritisiert. Der UVM-Vorstandsvorsitzende Heinz Lison unterstellt der Gewerkschaft, sie betreibe die Arbeitsniederlegungen vor allem, um ihren Mitgliederschwund aufzuhalten: „Wir verhandeln über das Thema derzeit ergebnisoffen und fair als Sozialpartner – deshalb ist es völlig unnötig, eine derartige Drohkulisse aufzubauen“.  Die Produktionsausfälle brächten den bereits nachlassenden Aufschwung zusätzlich in Gefahr. Der Tarifvertrag laufe ohnehin erst in anderthalb Jahren aus: „So frühe Warnstreiks sind in unserer über 100-jährigen Verbandsgeschichte ein absolutes, negatives Novum“. 

Während die Arbeitgeber durchaus die Notwendigkeit einsehen, jenen Beschäftigten, die beispielsweise lange im Schicht- und Nachtdienst gearbeitet haben, einen früheren Ausstieg aus dem Berufsleben zu ermöglichen, fehle der Gewerkschaft nach Ansicht des UVM- Vorstandsvorsitzenden bisher jedes Verständnis dafür, dass die demografische Entwicklung grundsätzlich das längere Verbleiben der Arbeitnehmer in ihren Jobs erforderlich macht.  

Lison macht zugleich deutlich, dass die bisherige Regelung in engem Zusammenhang mit der bisherigen, bald jedoch auslaufenden Förderung durch die Bundesagentur für Arbeit steht. Die Vorstellung der IG Metall, dass die Arbeitgeber künftig allein die finanziellen Lasten aus dem Tarifvertrag zu tragen hätten, sei „mehr als unrealistisch“. Eine Beteiligung der Arbeitnehmer an einer Neuregelung der Arbeitsteilzeit sei daher unerlässlich. Vor allem aber strebe man betriebsnahe Lösungen an, die sich an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Unternehmen orientieren.

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