Lison „Steuersenkung gerade noch zur richtigen Zeit“

UVG-Präsident sieht Deutschland mit der Reform im EU-Mittelfeld

Der Präsident der UnternehmerverbandsGruppe UVG, Heinz Lison, hat die Unternehmenssteuerreform als einen „längst überfälligen Schritt gerade noch zur richtigen Zeit“ bezeichnet. Vor Unternehmern und Managern in Duisburg sagte Lison, dass vor allem der Mittelstand die Entlastung dankbar aufnehmen wird: „Das wird sich hoffentlich auch in steigenden Beschäftigtenzahlen niederschlagen“. Die Entlastung der Personengesellschaften um insgesamt rund 5 Milliarden Euro werde allerdings von der 2007 wegen der Mehrwertsteueranhebung zu erwartenden Konjunkturdämpfung in beträchtlichem Umgang „wieder aufgefressen“.

Lison wies auch darauf hin, dass Kapitalgesellschaften in keinem anderen EU-Land mit so hohen Steuersätzen wie in der Bundesrepublik belastet werden: „Wenn wir nun von 39 Prozent auf 29,8 Prozent rutschen, sind wir gerade im europäischen Mittelfeld angelangt“. 

Kritisch sieht der Verbandspräsident an der Kabinettsentscheidung neue bürokratische Hürden. Das für thesaurierte Gewinne bei den Gesellschaftern vorgesehene Veranlagungsverfahren werde deutlich komplizierter ausfallen als bisher. Positiv sei im Gegenzug zu bewerten, dass viele kleine Betriebe künftig keine Gewerbesteueranmeldung mehr vornehmen müssen. 

Wenn eines der Hauptziele der Steuerreform erreicht werde und es tatsächlich für Unternehmen in Zukunft attraktiver ist, Gewinne in Deutschland entstehen zu lassen, so sei eine deutliche Stärkung der einheimischen Wirtschaft zu erwarten.

Ein weiteres positives Signal ist laut Lison die Absicht der Bundesregierung, die Erbschaft- und Schenkungsteuer auf Betriebsvermögen ab 2007 komplett streichen, falls das Unternehmen mindestens zehn Jahre fortgeführt wird. Allerdings mahnte der Verbandspräsident, „die verfassungsrechtlichen Bedenken vor der Verabschiedung restlos auszuräumen“. 

Auch die beschlossene Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf dann 4,2 Prozent des Bruttolohns findet Lisons Zustimmung – „auch wenn die Wirtschaft maximal 4 Prozent für sinnvoll hält“. 

Die UnternehmerverbandsGruppe vertritt bundesweit rund 700 Unternehmen mehrerer Branchen mit den Schwerpunkten im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Der Hauptsitz der UVG ist Duisburg.

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