Lison fordert verstärkte Bemühungen um Hauptschüler

Mängel des Bildungssystems belasten die Chancen der Jugendlichen

Der Präsident der UVG UnternehmerverbandsGruppe UVG, Heinz Lison, hat die regionale Wirtschaft aufgefordert, auch Hauptschülern Chancen auf Ausbildungsplätze zu bieten. Vor dem Hintergrund des sich anbahnenden Nachwuchsmangels sei es „eine Überlebensstrategie der Unternehmen, sich auch um diese Klientel zu bemühen, die Opfer der Schwächen unseres Bildungssystems geworden ist“.

Wie Lison weiter ausführte, gibt es zunehmend Betriebe, die eine erforderliche Nachqualifizierung der Schulabgänger in eigener Regie durchführen, denn „auch Hauptschülerinnen und -schüler sind meist hoch motiviert – unabhängig von ihren Noten“. Der Arbeitgeberpräsident reagiert damit auf den aktuellen Bildungsbericht von Bund und Ländern, der feststellt, dass jeder zweite Hauptschüler derzeit keine Lehrstelle findet. 

Lison forderte zugleich die politisch Veranwortlichen auf, „endlich die Konsequenzen aus den im PISA-Report seit dem Jahr 2000 bekannten Mängeln des deutschen Bildungssystems zu ziehen“. Aus- und Weiterbildung sei „die größte Herausforderung unserer Gesellschaft neben der Umwelt- und Energiekrise“. Dass die Bildungsausgaben in Deutschland weiterhin unter dem Schnitt der anderen Industrienationen liegen, wachse sich zu einer Bedrohung ersten Ranges aus. Ohne hoch qualifizierte Fachkräfte setze das Land seinen Spitzenplatz in der Weltwirtschaft aufs Spiel. 

Sorgen macht sich Lison auch um die über eine halbe Million junger Menschen ohne jeden Schulabschluss: „Diese Zahl wächst jedes Jahr um 80.000 – und die gering qualifizierten Arbeitsplatzangebote werden gleichzeitig immer weniger“. Das dauerhafte Wirtschaftswachstum und der Wohlstand könnten nach Ansicht Lisons wesentlich gestärkt werden, „wenn wir in unseren größten Schatz, der Jugend, mehr Geld, Zeit und Aufmerksamkeit investieren“. Die Deutschen machten sich „mehr Sorge um den Lack ihrer Autos als um das Desaster an den Schulen“. Die Schlüsselrolle komme dabei jedoch den Eltern zu: „Die Zukunft unserer Kinder entscheidet sich am Wohnzimmertisch!“

Die UVG UnternehmerverbandsGruppe vertritt bundesweit rund 700 Firmen aus mehreren Branchen mit Schwerpunkten im westlichen Ruhrgebiet und am Niederrhein.

 

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