Kommentar zu neuen Ausbildungsmarktzahlen

Großer Anstieg bei den unbesetzten Ausbildungsplätzen bereitet den Unternehmen Sorge

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir leiten Ihnen eine Pressemitteilung von unternehmer nrw, der landesweiten Dachorganisation der Arbeitgeberverbände, zu den gestern von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen zum Ausbildungsmarkt in NRW weiter.

Für die Region ergänzen wir ein Zitat von Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, als Alternative zum abschließenden Absatz in der Original-PI (kursiv gesetzt):

„Die Unternehmen in NRW bieten so viele Ausbildungsplätze an wie seit 18 Jahren nicht mehr. Die Chancen für Schüler, in einem Beruf Fuß zu fassen, sind also so hoch wie lange nicht mehr“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Das Paradoxe: Immer mehr Ausbildungsplätze werden nicht besetzt, gleichzeitig bleiben immer mehr Bewerber in NRW unversorgt (ein Plus von 3,6 Prozent gegenüber 2018 auf 7.370). Es passt also nicht zwischen Angebot und Nachfrage. In Duisburg waren beispielsweise zum Start des Ausbildungsjahres im August noch 970 Berufsausbildungsstellen unbesetzt; die bei der Arbeitsagentur gemeldeten betrieblichen Berufsausbildungsstellen waren zu dem Zeitpunkt um 6,9 Prozent auf 2.962 gestiegen. Die Partner auf dem Ausbildungsmarkt sind weiter gefordert, junge Menschen über die große Bedeutung einer Ausbildung für ihre Zukunftschancen zu informieren und ihnen die vielfältigen Perspektiven aufzuzeigen.“ Schmitz appelliert an die Schülerinnen und Schüler, sich auch mit Alternativen zu ihrem Wunschberuf zu beschäftigen. „Häufig ist eine Alternative mindestens genauso spannend wie der vermeintliche Traumberuf.“

Die nun folgende Pressemitteilung von unternehmer nrw finden Sie auch hier

Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze in Nordrhein-Westfalen seit 2009 um mehr als ein Drittel gestiegen

Dr. Mallmann: „Der große Anstieg bei den unbesetzten Ausbildungsplätzen bereitet den Unternehmen Sorge.“

Die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen haben ihr Ausbildungsengagement 2019 nochmals gesteigert. Damit hat die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze den höchsten Stand seit 18 Jahren erreicht. „Die Betriebe haben auch in diesem Jahr trotz der konjunkturellen Eintrübung bei ihrem Ausbildungsangebot gegenüber 2018 zugelegt“, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung der Unternehmensverbände Nordrhein-Westfalen e.V. (unternehmer nrw), Dr. Luitwin Mallmann, zu den heute von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Zahlen. Die 116.120 betrieblichen Ausbildungsplätze stellten einen Zuwachs von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar.
Ein Blick auf die Entwicklung der betrieblichen Ausbildungsplätze in den vergangenen zehn Jahren zeige die große Leistung der nordrhein-westfälischen Unternehmen. Zwischen 2009 und 2019 habe die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze um 38 Prozent zugenommen. Gleichzeitig sei die Zahl der Bewerber um fast 7 Prozent gesunken. Die Chancen junger Menschen auf einen Ausbildungsplatz hätten sich damit stark verbessert.

„Leider wird es für die Unternehmen immer schwieriger, ihre angebotenen Ausbildungsplätze zu besetzen“, sagte Dr. Mallmann mit Blick auf den zunehmenden Fachkräftemangel. Im Jahr 2019 blieben 10.100 Ausbildungsplätze unbesetzt, 5,3 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Gegenüber dem Jahr 2009 habe sich die Zahl sogar deutlich mehr als vervierfacht (2009: 2.270). Dies werde zu einer zunehmenden Belastung für die Betriebe. Denn wo heute ein Ausbildungsplatz unbesetzt bliebe, fehle morgen die dringend benötigte Fachkraft, um Aufträge anzunehmen, neue Geschäftsmodelle zu erschließen oder um Innovationen umzusetzen.

Die aktuellen Zahlen zum Ausbildungsmarkt in Nordrhein-Westfalen zeigten neben dem Anstieg der unbesetzten Ausbildungsplätze auch einen Zuwachs an unversorgten Bewerbern (um 3,6 Prozent gegenüber 2018 auf 7.370). Zwar stünden ihnen noch deutlich mehr unbesetzte Plätze gegenüber, leider finden Angebot und Nachfrage aber an einigen Stellen nur schwer zusammen. „Es bleibt eine zentrale Aufgabe der Partner auf dem Ausbildungsmarkt, junge Menschen über die große Bedeutung einer Ausbildung für ihre Zukunftschancen zu informieren und ihnen die vielfältigen Perspektiven aufzuzeigen“, betonte der Hautgeschäftsführer von unternehmer nrw. Dr. Mallmann appellierte an die Schülerinnen und Schüler im Lande, sich auch mit Alternativen zu ihrem Wunschberuf zu beschäftigen. Denn häufig sei eine Alternative mindestens genauso spannend wie der vermeintliche Traumberuf.

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 0203 99367-225

E-Mail:kleff(at)unternehmerverband(dot)org

Jennifer Middelkamp

Pressesprecherin

Telefon: 0203 99367-223

E-Mail:middelkamp(at)unternehmerverband(dot)org

Geraldine Klan

Referentin

Telefon: 0203 99367-224

E-Mail:klan(at)unternehmerverband(dot)org