Kein lokales Verkehrsproblem

Nach Krisengespräch zur A40-Brücke: Unternehmerverband fordert Vorrang für Verkehrs-Investitionen in und um Duisburg

„Das heutige Informationsgespräch unter Leitung des Verkehrsministers war hilfreich für alle Seiten, zumal mit der angekündigten Wiedereröffnung der A40-Brücke am 17. August eine Perspektive aufgezeigt wurde“, meint Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des hiesigen Unternehmerverbandes. Der Unternehmerverband war an dem Informationsgespräch beteiligt. Weil die wirtschaftlichen Auswirkungen der Brückensperrung so enorm sind – die IHK schätzt den täglichen Schaden auf 1,2 Millionen Euro – sei es richtig, dass sich Minister Wüst des Problems sehr schnell persönlich angenommen habe.

Die Arbeitgeber in Duisburg trifft das Problem doppelt: Die Lieferverkehre sind eingeschränkt und viele Mitarbeiter haben das Problem einer deutlich schwierigen Anreise. „Hier besteht für viele Unternehmen natürlich auch die Möglichkeit, die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten, damit Stoßzeiten umgangen werden können. Das ist natürlich eine Frage, die in den Unternehmen individuell beantwortet werden muss“, erläutert Jonetzko für den Arbeitgeberverband.

„Die Schäden an der Brücke sind derart massiv, dass wir keine Wunder erwarten können. Wir können aber erwarten, dass alles getan wird, damit die Folgen ordentlich gemanagt werden“, erklärt Jonetzko. Der Unternehmerverband begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich den 5-Punkte-Plan der IHK für einen besseren Verkehrsfluss.

Um die Auswirkungen derartiger Ausnahmesituationen für den Logistik- und Industriestandort Duisburg zukünftig so gering wie irgend möglich zu halten, ist es aus Sicht des Verbandes wichtig, dass sich alle Akteure des Straßenverkehrs so eng wie möglich abstimmen. „Diese permanente Abstimmung muss zu einer Dauereinrichtung in Duisburg werden, weil die Brücke Neuenkamp nicht die einzige Achillesverse des Verkehrs in unserer Stadt ist“, so Jonetzko. Er verweist auf den Zustand anderer Rheinbrücken in der Region, aber auch auf die vielen weiteren absehbaren straßenbaulichen Sanierungsfälle.

„Wir reden hier nicht über ein lokales Verkehrsproblem, sondern von einer Herausforderung von nordrhein-westfälischer und nationaler Bedeutung. Investitionen in die Infrastruktur in und um Duisburg müssen von Land und Bund prioritär getätigt werden“, fordert Jonetzko. Heute sei allerdings ein guter Tag für den Verkehr in Duisburg, weil der Schulterschluss in jedem Fall besser ist als die parteipolitische Schuldzuweisung“, so Jonetzko.

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