Flughafen Düsseldorf für Ruhrgebiets-Wirtschaft existenziell

Unternehmerverband: Flughafen braucht Wachstumsperspektive

Darauf, dass der Flughafen Düsseldorf größte Bedeutung für die Unternehmen im Ruhrgebiet hat, weist der Sprecher der regionalen Wirtschaft, Heinz Lison, hin. Angesichts der vom Flughafen angestrebten und jetzt beantragten Ausweitung der Starts und Landungen auf bis zu 60 Flugbewegungen pro Stunde ist eine Debatte über mögliche Belastungen für das Ruhrgebiet entstanden. Heinz Lison weist nun darauf hin, dass Arbeitsplätze im Ruhrgebiet vom Flughafen direkt profitieren. Die Wirtschaftsstandorte Duisburg, Mülheim, Oberhausen, aber auch die Kreise Wesel, Borken und Kleve zum Beispiel nutzten Düsseldorf selbstverständlich als ihren Heimatflughafen. „Unsere exportstarke regionale Wirtschaft braucht die Flughafenanbindung wie die Luft zum Atmen. Die Nähe zum Düsseldorfer Flughafen ist ein entscheidender Standortvorteil für unsere Region. Jede Neuinvestition wird auch vor dem Hintergrund der Fluganbindung getätigt“, betont der Sprecher der regionalen Wirtschaft.

Lison weist darauf hin, dass eine bessere Taktung bei den Flugverbindungen und auch neue Flugstrecken unmittelbar heimischen Betrieben nutzen. „Damit wachsen auch unsere Chancen auf den internationalen Märkten“, ist Lison überzeugt. Gerade das Ruhrgebiet als Industrie- und Wirtschaftsstandort müsse deswegen ein Interesse am Wachstum der Drehscheibe Düsseldorfer Flughafen haben. „Die Städte im Revier sollten zeigen, dass sie für wichtige Infrastrukturprojekte offen sind – gerade wenn sie Arbeitsplätze bringen. Wir sollten nicht vergessen: Im Gegensatz zum Standort Düsseldorf sind im Revier neue Arbeitsplätze dringend vonnöten“, betont Lison. Der Unternehmerverband sieht die Gefahr, dass entsprechenden Flugverbindungen sonst in anderen Regionen angeboten werden und dort im Nachgang für Investitionen sorgen. Zudem verweigere die Politik im Revier dem Flughafen Mülheim/Essen eine Perspektive. Diese dürfe man dann aber nicht auch dem Flughafen Düsseldorf vorenthalten, denn der Bedarf sei ja eindeutig gegeben.

Lison hat Verständnis für die Sorgen der Anwohner, begrüßt in diesem Zusammenhang aber auch das transparente Agieren der Flughafenbetreiber. „Die mögliche zusätzliche Belastung liegt eindeutig auf dem Tisch. Wir sollten berücksichtigen, dass das Nachtflugverbot selbstverständlich unangetastet bleibt. Zudem bleibt der sog. Angerlandvergleich bestehen“, so Lison. Der Flughafen stelle zudem Investitionen von weiteren 20 Millionen Euro in den Lärmschutz in Aussicht.

Bereits im Juni 2013 hatte der Flughafen sein Ansinnen öffentlich gemacht. Der eigentliche Antrag auf Änderung der Betriebsgenehmigung erfolgte vor wenigen Tagen an das NRW-Verkehrsministerium.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft (Foto: Unternehmerverband)

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