Familienfreundliche Unternehmen gesucht: Aufruf zum Mitmachen

Zum dritten Mal lobt das Bündnis für Familie den Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen in Duisburg“ aus

Duisburger Unternehmen sind aufgerufen, sich am Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen in Duisburg 2016“ zu beteiligen. Ausgelobt wird der Wettbewerb durch das Bündnis für Familie, das Oberbürgermeister Sören Link gemeinsam mit Vertretern der heimischen Wirtschaft vor zwei Jahren geschlossen hat. Dem Bündnis gehören neben Stadt, Unternehmerverband und Niederrheinischer IHK, auch der DGB, die Arbeitsagentur, das Jobcenter, die Wirtschaftsjunioren und die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Freien Wohlfahrtspflege an.

„Wenn ich davon rede, Duisburg in den kommenden Jahren zu einer positiv besetzten Marke zu machen, gilt das natürlich auch für den Wirtschaftsstandort Duisburg. Die positive Resonanz, die wir aus diesem Wettbewerb in den vergangenen Jahre mitgenommen haben, bestärkt uns in unserem Vorhaben, unsere Stadt noch familienfreundlicher zu machen“, so Oberbürgermeister Sören Link.

Die Wettbewerbs-Jury stellt heraus, dass alle Teilnehmer nur gewinnen können. „Unternehmen profitieren, wenn sie ihre familienfreundlichen Leistungen präsentieren“, betont Jury-Mitglied Matthias Heidmeier, Geschäftsführer Kommunikation beim Unternehmerverband. Betriebe, die ihren Mitarbeitern tatkräftig helfen, Familie und Beruf in Einklang zu bringen, fänden zum Beispiel schneller den notwendigen Fachkräftenachwuchs. Von Familienfreundlichkeit hätten deswegen beide Seiten etwas: Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Nadine Deutschmann von der Niederrheinischen IHK, ebenfalls Jury-Mitglied, erläutert die Regeln des Wettbewerbs. Bis zum 15. September dieses Jahres haben Unternehmen die Möglichkeit, sich zu bewerben. Alle Branchen und Unternehmensgrößen sind angesprochen. „Auch Betriebsräte und Mitarbeiter können ihre Unternehmen vorschlagen. Die Sieger werden dann im Beisein des Oberbürgermeisters bei einer festlichen Veranstaltung am 6. Dezember gekürt“, erläutert Deutschmann. Gerade kleine und mittlere Betrieben, sollten eine Bewerbung nicht scheuen. „Die Jury weiß sehr wohl, die Rolle der Unternehmensgröße sowie branchenspezifische Aspekte zu berücksichtigen“, so Deutschmann weiter. Industrieunternehmen mit Schichtbetrieb haben beispielsweise andere Grundvoraussetzungen als Dienstleistungsunternehmen, um entsprechende Angebote zu unterbreiten.

Jury-Mitglied Holger Pethke, Leiter des Jugendamtes der Stadt, berichtet aus den Erfahrungen der ersten beiden Runden des Wettbewerbs: „Viele Unternehmen erkennen, wie wichtig Familienfreundlichkeit ist und haben uns mit innovativen Ansätzen überrascht. Nach dem Motto ‚Tue Gutes und rede darüber' ist es gut für die Stadt Duisburg, wenn wir familienfreundliche Angebote mit Hilfe dieses Wettbewerbs herausstellen.“ In Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf gäbe es unzählige individuelle Möglichkeiten, auf die Mitarbeiter zu zugehen. Flexibilität bei der Arbeitszeit, Betreuungsmöglichkeiten und eine auf Verständnis für Mütter und Väter setzende Unternehmenskultur könne man auf ganz unterschiedlichen Wegen erreichen.

Das Bündnis für Familie will nicht nur besonders familienfreundliche Unternehmen auszeichnen, sondern will vor allem auch, dass Unternehmen voneinander lernen. Die Initiative plant, künftig familienfreundliche Leistungen von Duisburger Arbeitgebern noch besser darzustellen. Auf der Internetseite www.duisburg.de/familienfreundlichesunternehmen sollen Praxisbeispiele für Familienfreundlichkeit gezeigt werden.

Gute Beispiele bieten nicht zuletzt die Vorjahressieger des Wettbewerbs. Die Targobank, die in Duisburg ihr großes Dienstleistungszentrum in der Innenstadt betreibt, und das Ruhrorter Unternehmen Haniel, das auch Gastgeber des diesjährigen Wettbewerbauftaktes war, wurden vom Bündnis für Familie für ihre Bemühungen im vergangenen Jahr ausgezeichnet. Beide Unternehmen überzeugten die Jury mit ganzheitlichen und lebensnahen Konzepten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Der Preis hat eine starke Signalwirkung nach Innen und Außen: Er hilft uns dabei, unsere Attraktivität als Arbeitgeber in Duisburg weiter zu steigern – gegenüber Mitarbeitern und gegenüber potenziellen Bewerbern“, so Rainer Morawietz, Geschäftsführer der TARGO Dienstleistungs GmbH. Und Dietmar Bochert, Direktor Kommunikation bei Haniel, ergänzt: „Im Zuge einer attraktiven Arbeitgebermarke hilft uns diese Auszeichnung bei der Suche nach qualifizierten Fach- und Führungskräften. Nicht nur für die ‚Generation Y‘ ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein wichtiges Entscheidungskriterium.“

Für die Targobank und Haniel hat sich die Teilnahme jedenfalls gelohnt. Auch sie rufen mit dem Bündnis für Familie dazu auf, dass weitere Unternehmen ihrem Beispiel folgen und an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die Bewerbungsunterlagen sind unter anderem auf den Internetseiten der Stadt und der Bündnispartner abrufbar.

Wettbewerbsauftakt: Jury und Vorjahressieger stellen den diesjährigen Wettbewerb „Familienfreundliches Unternehmen“ vor (v. l. n. r.: Sonja Glock (Targobank), Matthias Heidmeier (Unternehmerverband), Martina Tinnefeld (Haniel), Holger Pethke und Sabrina Schwoerer (Jugendamt Duisburg) und Nadine Deutschmann (Niederrheinische IHK) (Foto: Unternehmerverband)

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