„Es geht um Arbeitsplätze, nicht nur um Flächen“

Katerfrühstück des Unternehmerverbandes zu aktuellen Mülheimer Themen und mit einem spektakulären Auftritt von Comedian Konrad Stöckel

Über 120 Gäste, darunter auch Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld und IHK-Präsidentin Jutta Kruft-Lohrengel, konnte der Vorsitzende des Mülheimer Unternehmerverbandes, Hanns-Peter Windfeder, am Aschermittwoch zum traditionellen Katerfrühstück seines Verbandes im Haus der Wirtschaft begrüßen. Bei Rollmops und Heringssalat gab es einen Blick auf aktuelle Themen der Wirtschaft und einen spektakulären Auftritt von Comedian Konrad Stöckel.

Windfeder setzte in seiner Begrüßung in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf das Thema „Industriefreundlichkeit“. „Mülheim ist hier auf einem guten Weg, aber wir müssen immer wieder neu an dieser Aufgabe arbeiten“, appellierte Windfeder an Politik und Gesellschaft, die Belange der heimischen Industriebetriebe ernst zu nehmen. Windfeder lobte Mülheimer Maßnahmen wie den Masterplan Industrie, an dem man mit allen relevanten Akteuren „konstruktiv und partnerschaftlich“ gearbeitet hätte.

Doch Industriefreundlichkeit sei eine Daueraufgabe, wie aktuell auch das Thema „Flächen“ zeige. Windfeder mahnte, der Wirtschaft, und speziell der Industrie, genügend Flächen zur Verfügung zu stellen. Er wies darauf hin, dass nur bei rund der Hälfte aller Anfragen nach Gewerbeflächen überhaupt Angebote unterbreitet werden können. Mülheim entgingen durch den Flächenmangel viele Arbeitsplätze. Allein im Jahr 2014 hätten rund 1400 Arbeitsplätze mehr geschaffen werden können, wenn die entsprechenden Flächen zur Verfügung gestanden hätten. „Mir ist deswegen eine Botschaft in der Diskussion besonders wichtig: Es geht hier nicht nur um Flächen, sondern um Arbeitsplätze“, betonte Windfeder.

Windfeder sprach auch die Energiewende an, die viele Mülheimer Unternehmen aktuell vor große Herausforderungen stellt. Er forderte Politik und Verwaltung auf, alle Möglichkeiten zu nutzen, hier Einfluss im Sinne der heimischen Betriebe auszuüben. Bei den Belastungen durch die Energiewende müssten „Maß und Mitte“ wieder Richtschnur werden.

Als große Chance für die Mülheimer Wirtschaft bezeichnete Windfeder das Thema Industrie 4.0. „Die Vernetzung der Industrie schreitet voran. Für Mülheim als Industrie- und Wissenschaftsstandort eröffnet das große Potentiale“, so Windfeder. Es sei deswegen gut, dass auch die technischen Voraussetzungen für die Digitalisierung zunehmend in den Blick gerieten. Die aktuelle Umfrage der Mülheimer Wirtschaftsförderung zur Situation bei der Breitbandversorgung sei absolut unterstützenswert. Er forderte die Unternehmer auf, sich zahlreich daran zu beteiligen, damit man ein aussagekräftiges Bild zur Breitbandsituation in Mülheim bekomme.

Zu seinem Katerfrühstück lädt der Unternehmerverband traditionell Comedians und Naturwissenschaftler ein, die die Gesetze der Physik auf eine unterhaltsame Art und Weise austesten. Mit ihrem „Science Slam“ unterstreichen die Unternehmer nicht zuletzt die große Bedeutung der Naturwissenschaft und der technischen Disziplinen für die Mülheimer Wirtschaft. In diesem Jahr war der bundesweit bekannte Entertainer Konrad Stöckel zu Gast, der als „Wissenschaftschaot“ auch regelmäßiger Gast in verschiedenen Fernsehsendungen ist.

Stöckel bezeichnet es als ein Wunder, dass er überhaupt noch lebt. Von diesem Wunder konnten sich die Mülheimer Unternehmer nun eigens ein hautnahes Bild machen. Er schlug beispielsweise den Nagel nicht auf den Kopf, sondern sich in den Kopf. Mit Hilfe des Schalls ließ Stöckel Fontänen aus Bierflaschen bis an die Decke steigen. Und mit reichlich Stickstoff sorgte der Comedian dafür, dass aus Sahne und Himbeermarmelade innerhalb von wenigen Sekunden ein leckeres Eis für das Publikum entstand.

Als Stöckel mit einer Stichflamme und einer Verpuffung das Publikum in seinen Bann zog, sprangen dann auch prompt die Feuermelder im Haus der Wirtschaft an. Der „Wissenschaftschaot“ machte seinem Ruf somit alle Ehre. Bei den angerückten Mülheimer Feuerwehrleuten, entschuldigte sich Stöckel artig. Hanns-Peter Windfeder dankte dem Gast trotzdem für einen „unvergesslichen Vormittag und beste Unterhaltung“.

Den Nagel in den Kopf bzw. in die Nase geschlagen: Comedian Konrad Stöckel bekommt dabei Unterstützung aus dem Publikum, hier von Kerstin Einert-Pieper, Geschäftsführerin des Mülheimer Unternehmerverbandes. (Fotos: Unternehmerverband)

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