„Ein klares Signal, dass alle Schülerinnen und Schüler gebraucht werden“

Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Oberhausen organisierte Betriebserkundung bei der NanoFocus AG und zeigte Perspektiven für Schulabgänger

Laut einer Konjunkturumfrage des Unternehmerverbandes sehen 35 Prozent aller Unternehmen branchenübergreifend Fachkräftebedarf. Jedes vierte dieser Unternehmen konnte schon offene Stellen nicht mehr besetzen. Besonders die MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, will der Unternehmerverband noch stärker in Fokus der Schulabgänger bringen. Diese Disziplinen sind nicht nur bei den Unternehmen gefragt, sie bieten auch den jungen Leuten große Zukunftschancen.

Die Oberhausener NanoFocus AG spürt den Fachkräftemangel ebenfalls. Das Unternehmen sucht insbesondere Software-Entwickler, Applikations-Ingenieure und Service-Techniker. Um besser nachvollziehen zu können, welche Anforderungen diese Berufe an Bewerber stellen, hat der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Oberhausen des Unternehmerverbandes jetzt mit mehreren Lehrern die NanoFocus AG besucht. Im Rahmen der Betriebserkundung wurde erläutert, welche Produkte die NanoFocus AG anbietet. Die hochgenaue optische Messtechnologie wird vor allem zur Qualitätssicherung, beispielsweise in der Automobilindustrie, in der Halbleiterindustrie oder in der Medizintechnik, verwendet. Credo der NanoFocus AG ist, dass der Kunde für jedes Problem eine spezifische Lösung bekommen soll. Daher ist gerade Kreativität und zielgerichtetes, strukturiertes Arbeiten gefragt.

Neben der Vorstellung des Unternehmens erhielten die Teilnehmer auch konkrete Hinweise, wie eine Bewerbung bei der NanoFocus AG aussehen sollte. Selbstverständlich ist, dass die Unterlagen vollständig, der Lebenslauf möglichst lückenlos und das Anschreiben einen konkreten Bezug zum Unternehmen haben sollte. Wenig traditionell hingegen scheint die gewünschte Form: elektronisch und in einem einzelnen Dokument soll die Bewerbung eingereicht werden. Vor dem Hintergrund dieser Informationen fällt es Lehrern deutlich leichter, ihre Schüler bei der Suche nach Praktika oder Ausbildungsstellen zu betreuen.

Zusätzlich erfuhren die Teilnehmer der Betriebserkundung, wie wichtig es sein kann, Schulfächer unter anderem durch Praxisbezug interessanter zu gestalten: Dr. Johannes Frank aus der Forschungs- und Entwicklungsabteilung der NanoFocus AG erklärte, dass er Physik in der Oberstufe abgewählt und sein Mathematikstudium abgebrochen hatte. Erst das Studium des Fotoingenieurswesens hatte durch den starken Praxisbezug sein mathematisches Interesse wieder geweckt. „Das Problem in der Schule war, dass ich nie wusste, wofür ich etwas lernen sollte. In Fächern mit Praxisbezug erklären die Formeln, was ich sehe“ erklärt Dr. Frank das Wiederaufleben seiner Begeisterung für die Physik. Elisabeth Schulte, Mitglied der Geschäftsführung des Unternehmerverbandes, sieht im praktischen Austausch zwischen Schulen und Wirtschaft große Chancen für beide Seiten. „Der praktische Einblick in die Anforderungen der Arbeitswelt beugt Enttäuschungen und falschen Erwartungen vor. Wichtig scheint mir das Aufzeigen klarer Perspektive und das Signal an die Schülerinnen und Schüler, dass sie alle gebraucht werden“, so Schulte.

Dr. Johannes Frank von der NanoFocus AG erläutert den Lehrern des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft, worauf das Oberhausener Unternehmen spezialisiert ist. (Foto: Unternehmerverband)

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