Digitalisierung schafft neue Jobs

Fortschritts-Ängsten begegnen: Mehr Mut und Optimismus gefragt

Mit Blick auf aktuelle Studien warnt der hiesige Unternehmerverband vor einer Panikmache hinsichtlich der Folgen der Digitalisierung. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), das zur Bundesagentur für Arbeit gehört, sieht eine Millionen Arbeitsplätze allein in NRW durch die Digitalisierung bedroht. Der DGB verkündet auf der anderen Seite, dass die Stressbelastung durch die Digitalisierung angeblich zunehme.

„Wenn wir der Digitalisierung derart negativ begegnen, werden wir viele Chancen verpassen“, meint der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz. Schmitz weist darauf hin, dass es nicht möglich sei, den digitalen Wandel aufzuhalten, es sei aber möglich ihn zu gestalten. „Wenn wir die Herausforderung offensiv annehmen, wird auch unsere Region zunehmend von der Digitalisierung profitieren“, ist sich Schmitz sicher.

Die Digitalisierung habe weite Teile der Arbeitswelt längst erfasst. „Und trotzdem haben wir 1 Million offene Stellen in Deutschland. Das ist Rekord. Dabei ist die Digitalisierung allen Unkenrufen zum Trotz ein wichtiger Job-Motor“, meint Schmitz. Die Entwicklung schaffe eben tausende neue Stellen. So suchten die Unternehmen händeringend nach Programmierern und Informatikern.

„Der Schlüssel zur Digitalisierung lautet Bildung“, so Schmitz. Dabei müsse die gesamte Bildungskette in den Blick genommen werden – von der schulischen Bildung über die berufliche Ausbildung bis Weiterbildung. „Zwar verläuft die Digitalisierung mit enormer Geschwindigkeit, jedoch ist es keineswegs neu, dass sich Berufsbilder und Produktionsprozesse weiterentwickeln – man nennt es auch Fortschritt“, erläutert Schmitz.

Gleichzeitig brauche es erhebliche Investitionen aller Beteiligten, um digital zu bestehen. So müssten die Unternehmen in die Digitalisierung ihrer Prozesse genauso investieren, wie in die Weiterbildung der Mitarbeiter. Investitionen seien auch bei der betrieblichen Ausbildung notwendig. Verstärkte Investitionen der öffentlichen Hand seien aber ebenso zwingend. „Wir fordern, dass bis zum Jahr 2020 alle Industriegebiete mit Glasfaser-Anschlüssen versorgt sind, damit schnelles Internet in den Betrieben verfügbar ist“, fordert Schmitz.

Eindringlich mahnt Schmitz alle Akteure, die Chancen der digitalen Entwicklung stärker in den Fokus zu nehmen. „Wenn wir verzagt und pessimistisch in die die Zukunft gehen, dann werden junge Leute abgeschreckt und andere machen das digitale Geschäft. Bei aller Vorsicht: jetzt sind auch Mut, Optimismus und vor allem Investitionen in die Zukunft gefragt“, so Schmitz. Der Unternehmerverband stellt die Digitalisierung und ihre konkreten Chancen für die Betriebe in den Mittelpunkt vieler Veranstaltung in den kommenden Monaten.

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