Die beste Lösung wäre „Wirtschaft" als Pflichtfach

Unternehmerverband begrüßt die geplante Stärkung der ökonomischen Kompetenz der Schüler

Die positiven Erfahrungen eines Modellversuchs zum Wirtschaftsunterricht an 70 Schulen sollten nach Auffassung des Unternehmerverbandes jetzt richtungsweisend für die künftige Lehrplangestaltung sein. Demnach gehören für 98 Prozent der Lehrkräfte ökonomisch Kenntnisse zur Allgemeinbildung. Sogar knapp 80 Prozent der Schüler sagen, dass der Wirtschaftsunterricht ihnen den Übergang in den Beruf erleichtert. Der Unternehmerverband hatte die Forderung nach einem Schulfach Wirtschaft frühzeitig erhoben und freut sich nun, dass offenbar Bewegung in die Debatte kommt.

„Alle Akteure sind sich einig, dass es einer Stärkung dieser Kompetenzen bedarf. Nun müssen Taten folgen“, so der Sprecher der regionalen Wirtschaft, Heinz Lison. Man könne die Kinder und Jugendlichen nicht mit den Herausforderungen der Zeit alleine lassen. Lison verweist hier zum Beispiel auf die digitalen Möglichkeiten: „Das Internet bietet viele Chancen, aber mit schon wenigen Mausklicks kann man auch in die Verschuldungsfalle tappen.“ Die Entwicklung der Privatinsolvenzen und die Überschuldung vieler Privathaushalte seien in diesem Sinne besorgniserregend.

Lison fügt auch hinzu: „Kein Kind wird zu einem Finanzhai gedrillt, wenn es frühzeitig lernt, dass man das Geld, das man ausgibt, auch erwirtschaften muss.“ Das Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge sei auch für die Berufswahl von großer Bedeutung. Das Beste wäre nach Ansicht des Unternehmerverbandes ein Pflichtfach Wirtschaft in den Schulen. „Die zweitbeste Lösung ist es, vorhandene Schulfächer weiterzuentwickeln. Das muss dann aber auch passieren“, fordert Lison nun konkrete Entscheidungen der Politik.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Heinz Lison, Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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