Blick hinter die Kulissen des Mülheimer Hotel Noy

Der Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Mülheim, zu dem die UVG UnternehmerverbandsGruppe regelmäßig Lehrer in Unternehmen einlädt, traf sich in dieser Woche im Mülheimer Hotel Noy, um sich über Berufsbilder und Chancen zu informieren. Hotelinhaber Karlheinz Noy stellte den Pädagogen beim Rundgang die fast einhundertjährige Geschichte des Betriebs, der 1912 gegründet wurde und nun von ihm und seinem Sohn in dritter bzw. vierter Generation geführt wird, vor. Die Lehrer warfen einen Blick in die 50 Zimmer des Hauses in der Mülheimer Innenstadt sowie in die eigene Wäscherei, Rezeption, Küche und in die Lagerräume. Insgesamt arbeiten im Hotel Noy elf Festangestellte und sieben Aushilfen. „Kostenbewusstsein ist heute wichtiger denn je – auch in der Ausbildung vermitteln wir das. Azubis müssen rechnen können“, berichtete Noy. Aus ökonomischen, aber auch ökologischen Gründen halte er seine Mitarbeiter zu sparsamen Umgang mit Ressourcen an. Da über 90 Prozent der Gäste Geschäftsleute seien und 40 Prozent aus dem Ausland kämen, seien Fremdsprachenkenntnisse bei möglichen Bewerbern auf eine Ausbildungsstelle extrem wichtig. „Ab Sommer 2009 bilden wir wieder zum Hotelfachmann/-frau aus“, warb Noy für Nachwuchs.

„Rund 70 Prozent der Auszubildenden im Hotel- und Gaststättengewerbe kommen von Haupt- und Realschulen.“ Diese Aussage von Thomas Kolaric, Geschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes NRW e.V., ließ die Lehrer aufhorchen. Denn in nicht vielen Branchen haben Jugendliche „nur“ mit dem Abschluss Mittlere Reife gute Chancen. Um leitende Funktionen wahrnehmen zu können, muss sich der Nachwuchs aber den hohen mathematischen, betriebswirtschaftlichen und fremdsprachlichen Anforderungen stellen. „Das wird oft in der Öffentlichkeit unterschätzt“, so Kolaric. „Für die Lehrer war es heute besonders interessant, die vielfältigen Ausbildungsberufe in einem Hotel kennen zu lernen“, erläutert Elisabeth Schulte von der UVG, die den Arbeitskreis Schule/Wirtschaft seit vielen Jahren betreut. Vom Koch über Fachkraft im Gastgewerbe bis zum Hotelkaufmann biete die Branche viele Möglichkeiten. „Und dabei muss ein Koch nicht nur kochen können“, ergänzte Schulte. Küchensprache ist Französisch, Rezepte müssen für die passende Personenzahl hochgerechnet werden, außerdem müssen Wareneinkauf kalkuliert und logistisch organisiert werden. „Die Lehrer geben dieses neue Wissen an ihre Schüler weiter, damit der richtige Eindruck von den Aufgaben eines einzelnen Berufs deutlich wird.“

Mehr als 40 Jahre lang schon bietet die UVG in verschiedenen Regionen Arbeitskreise Schule/Wirtschaft an. Die Gruppe mit sechs Verbänden und rund 700 Mitgliedsunternehmen versteht sich als Initiator einer stärkeren Vernetzung von Schule und Wirtschaft. Mit Erfolg: Aufgrund der Betriebserkundungen der UVG-Arbeitskreise entstanden schon Patenschaften, Kooperationen, Schülerfirmen, gemeinsame Berufsfindungs-Projekte sowie praxisrelevante Unterrichtsinhalte, die die Fachleute aus den Betrieben gemeinsam mit den Lehrern entwickelt haben.

Ansprechpartnerin für den Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Mülheim bei der UVG ist Elisabeth Schulte, Tel. 0203 99367-125, E-Mail: schulte@uvgruppe.de

 

Karlheinz Noy erläutert in einem Doppelzimmer seines Hotels den Lehrern, was Gäste heute erwarten und wie der Service aufgebaut ist.

Ansprechpartner

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Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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