Berufe zum Anfassen für 300 Schüler

Neunt- und Zehntklässler der Theodor-König-Gesamtschule erprobten beim Berufsparcours ihre Talente

Geschickt setzt Jan Schleicher, Auszubildender zum Kfz-Mechatroniker bei der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, einen Metallwürfel zusammen. Beobachtet wird er dabei von Neuntklässlern, die im Anschluss selbst ihre Geschicklichkeit testen dürfen: Beim Berufsparcours in der Theodor-König-Gesamtschule durften rund 300 Neunt- und Zehntklässler an Ständen von insgesamt neun Unternehmen ihre Fähigkeiten erproben. Der Berufsparcours wird vom Technikzentrum Minden-Lübbecke e.V. durchgeführt und vom Unternehmerverband wie auch der Agentur für Arbeit Duisburg finanziell wie organisatorisch unterstützt.

Ob auf der Straße oder auf Schienen: Dass sie oft nur ihr Ziel erreichen, weil in der Automobilindustrie und beim Zugverkehr Stahl aus dem Hause ArcelorMittal verbaut wurde, erfuhren die SchülerInnen am Stand des Unternehmens mit den Ausbildungsberufen Elektroniker/in für Betriebstechnik, Industriemechaniker/in und Verfahrenstechnologe/-technologin. Auch angehende Werkstoffprüfer/innen sucht die ArcelorMittal GmbH und hofft, bei den SchülerInnen Interesse geweckt zu haben. Dabei seien die Anforderungen für die verschiedenen Ausbildungsberufe sehr unterschiedlich: „Für viele Berufe wird mittlerweile eher Köpfchen als Muskelkraft gefordert. In der Montanindustrie ist allerdings an einigen Arbeitsplätzen auch zweiteres wichtig“, so Ausbilder Michael Rademacher.

Elektroniker/innen für Energie und Gebäudetechnik werden bei der ELOMECH Elektroanlagen GmbH ausgebildet. Am Stand des Unternehmens konnten die Schüler den Umgang mit Verteilerdosen erproben.

Neben der MAN Truck & Bus Deutschland GmbH, ArcelorMittal GmbH und der ELOMECH Elektroanlagen GmbH waren beim Berufsparcours die Emschergenossenschaft Lippeverband, AWOcura, die JATO GmbH, die Brillux GmbH & Co. KG, das Finanzamt Duisburg-Hamborn sowie die Agentur für Arbeit mit Ständen vertreten. „Das Ausprobieren steht an erster Stelle. Aber auch das Gespräch mit den Unternehmensvertretern ist sehr wichtig, um persönliche Chancen auszuloten und individuellen Einblick in Ausbildung und Beruf zu erhalten“, erläutert Elisabeth Schulte, unter anderem verantwortlich für den Bereich Schule/Wirtschaft beim Unternehmerverband. „Wir informieren seit Jahrzehnten Lehrer und Schüler über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten und Unternehmen vor Ort in vielfältiger Weise – der Kontakt untereinander ist uns sehr wichtig.“ Die Corona-Pandemie habe die Bemühungen in der letzten Zeit erschwert. „Umso wichtiger ist es, dass Formate wie der Berufsparcours in diesem Jahr wieder stattfinden“, so Schulte.

Aufgebaut als Parcours mit Tischgruppen absolvierten die Jugendlichen in einem etwa zehnminütigen Rhythmus die Arbeitsprobe des jeweiligen Berufes. Dabei waren bis zu acht Jugendliche an einer Station. Insgesamt waren elf Stationen aufgebaut, an denen die Schüler zwölf Berufe erproben konnten. Die Bilanz von Cordula Hiller-Kitzmann, Oberstufenleiterin an der Theodor-König-Gesamtschule, und Ramazan Ünal, Lehrer für Mathematik und Sport sowie Koordinator für Studien- und Berufsorientierung, fiel am Ende sehr positiv aus: „Die Schüler sind konzentriert und mit Freude bei der Sache, und wir könnten uns sehr gut vorstellen, so ein Format noch einmal bei uns an der Schule durchzuführen.“

300 Neunt- und Zehntklässler durften beim Berufsparcours ihre Fähigkeiten erproben. (Foto: Unternehmerverband)

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