Arbeitskreis Schule/Wirtschaft: Mit Klischees eines Berufes aufgeräumt

Die Zeiten, als Rohrreiniger einen langen Handschuh überzogen, um Staus in Rohren zu beseitigen, sind vorbei. „80 Prozent unserer Arbeit erledigen wir heute maschinell.“ Friedhelm Tillmanns, Prokurist bei der Abfluss-Kanal-Rohrreinigung RRR GmbH, räumte damit mit einem Klischee seines Berufes auf, der zwar körperliche Arbeit, aber vor allem ein hohes technisches Verständnis erfordert. Über die genauen Anforderungen an Bewerber informierten sich rund 20 Lehrer im Rahmes des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft Oberhausen, zu dem die UVG UnternehmerverbandsGruppe regelmäßig Lehrer in Unternehmen einlädt.

Seit einigen Jahren gibt es ein spezielles Berufsbild für die Branche, die „Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice“, an dessen Schaffung der Unternehmerverband aktiv mitgewirkt hat. Björn Behrend, der diese Ausbildung beim Oberhausener Unternehmen RRR durchlaufen hat, berichtete den Pädagogen von seinen Erfahrungen. „Bewerber brauchen mathematisches Verständnis für Berechnungen, Leseverständnis für die vielen Regeln z. B. zur Unfallverhütung sowie Interesse an Chemie, um mögliche Gefahren etwa durch Gasentwicklung einschätzen zu können.“ Bei einer Vorführung präsentierte der RRR-Mitarbeiter dann die anspruchsvolle Technik, mit der Rohrreiniger heutzutage täglich umgehen: Kameras auf Fahrwagen, in flexiblen Schläuchen und mit „Abbiegetechnik“ für besonders verwinkelte Kanäle sowie verschiedene Spül-Systeme, die Rückstauereignisse mit Wasser, das im Servicewagen vor Ort auf Hochdruck gebracht wird, reinigen. Prokurist Tillmanns und Pierre Ludigkeit, Enkel des Gründers und mittlerweile Mitgeschäftsführer der Regh Gruppe, zu der RRR gehört, ergänzten die praktische Vorführung mit den Fakten der Firma, die 1971 gegründet wurde, 1983 mit 15 Mitarbeitern von Mülheim nach Oberhausen umzog und heute 80 Beschäftigte hat. „Unsere Dienstleistungen, mit denen wir jährlich sieben Millionen Euro Umsatz machen, drehen sich um Reinigung, Inspektion und Ortung, Dichtigkeitsprüfungen, Reparatur sowie Entsorgung“, so Ludigkeit.

Elisabeth Schulte, die bei der UVG die Arbeitskreise Schule/Wirtschaft organisiert, ermutigte die Lehrer, ihren Schülern dieses Berufsbild nahe zu bringen: „Vielen gewerblich-technischen Berufen haftet ein schlechtes Image an.“ Dabei sei das „technisch“ wörtlich zu nehmen, weil in vielen Berufen heute PC-Kenntnisse ebenso gebraucht werden wie generell der gekonnte Umgang mit modernster Technik. „Viele Mitgliedsfirmen im Unternehmerverband suchen handwerklich und technisch begabten Nachwuchs – da haben Hauptschüler oft sehr gute Chancen“, so Schulte. Das bestätigte auch Tillmanns, dessen Azubis bislang immer aus dieser Schulform kamen. Mehr als 40 Jahre lang schon bietet die UVG in verschiedenen Regionen Arbeitskreise Schule/Wirtschaft an, um so beide Seiten enger zu vernetzen.

Ansprechpartnerin für den Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Oberhausen bei der UVG ist Elisabeth Schulte, Tel. 0203 99367-125, E-Mail: schulte(at)uvgruppe(dot)de

Björn Behrend von der RRR GmbH zeigte Lehrern aus Oberhausen die Kameratechnik, die heute bei der Rohrreinigung eingesetzt wird.

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