6,5 Mio. Jugendliche über technische Berufe informiert

30 Jahre mobile Berufsinformation der Metall- und Elektro-Industrie

Die Idee ist 30 Jahre alt, aber aktueller denn je: Schüler – und vor allem Schülerinnen – müssen für technische Berufe, die hervorragende Beschäftigungs-, Verdienst- und Aufstiegschancen bieten, begeistert werden. Deshalb lädt der Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein damals wie heute Jugendliche in den „InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie“ ein. Angesichts aktueller Ausbildungszahlen – viele Stellen in den Betrieben bleiben unbesetzt – dient dieses Angebot an Rhein und Ruhr der Fachkräftesicherung.

Dass eine Lehrwerkstatt auf Rädern mit Berufsinformationen zu den Schülern kommt und sogar freie Stellen im Gepäck hat, das war in den 1980er-Jahren eine kleine Sensation. Damals wie heute herrschte bei technischen Berufen ein Mangel an Fachkräften sowie Unkenntnis über die Neuordnung der Berufe mit modernen Namen. Deshalb entwickelte die Metall- und Elektro-Industrie als Deutschlands größte Lehrwerkstatt 1988 erstmals Busse zur mobilen Berufsinformation. Die damaligen InfoMobile haben sich pünktlich zum 30. Geburtstag zu InfoTrucks weiterentwickelt. Der Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein organisiert und finanziert ihren Einsatz an Rhein und Ruhr: Für einige Wochen pro Jahr fahren die zweistöckigen Trucks Schulhöfe und inzwischen vor allem Firmen im Rahmen der Berufsfelderkundungen für Achtklässler an. „So profitieren hunderte Schüler von dem Einblick in die technische Berufswelt – sowohl im InfoTruck als auch in echten Produktionsbetrieben“, erläutert Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz.

Mehr als sechseinhalb Millionen Besucher, die meisten davon Schülerinnen und Schüler, haben seit dem bundesweiten Start der Aktion im Jahr 1988 die InfoMobile und InfoTrucks der Metall- und Elektro-Industrie besucht. Grund für diese einzigartige Form der Informationskampagne war die damalige Neuordnung der Berufe in der Metall- und Elektro-Industrie. Die BILD-Zeitung titelte zu der Zeit: „Superbus kommt mit 1.250 freien Stellen“.

Von der Ostsee bis zum Bodensee wurde das Angebot der Arbeitgeberverbände insbesondere von den Schulen gut angenommen; fast ausnahmslos plädierten auch die Unternehmen für die Fortführung der Kampagne. „Neben der besonderen Ansprache von Mädchen, um sie für technische Berufe zu gewinnen, war auch die Digitalisierung von Anfang an ein Thema“, berichtet Elisabeth Schulte, die beim Unternehmerverband für den Bereich Schule / Wirtschaft verantwortlich ist. Auf den Trucks kamen so genannte Bildplatten zum Einsatz. „Noch lange vor der durchgreifenden Digitalisierung im Videobereich konnte man so Bild und Ton von einem Speichermedium abspielen. Damals eine Sensation!“

2003 ging die Kampagne unter www.meberufe.info online, je nach Zielgruppe gab es spezielle Angebote für Lehrer, Schüler, Eltern und Firmen. 2015 starteten zudem diverse Social Media-Angebote rund um das Thema M+E-Berufsinformation. Von Anfang an mit dabei: die Ausbildungsdatenbank. Hier präsentieren sich M+E-Unternehmen, um unkompliziert auf Ausbildungs- und Praktikumsangebote in ihrer Region aufmerksam zu machen. Heute werden dort deutschlandweit rund 7.500 freie Ausbildungsplätze angeboten.

2014 revolutionierte sich das Konzept mit doppelstöckigen InfoTrucks. Auf zwei Etagen mit etwa 80 Quadratmetern Präsentationsfläche machen neueste Multimedia-Anwendungen und anschauliche Experimentierstationen den InfoTruck-Besuch zu einem nachhaltigen Erlebnis. Jugendliche lernen an M+E-typischen Arbeitsplätzen technische Zusammenhänge kennen. „So sichern wir für unsere Mitgliedsunternehmen in der Metall- und Elektroindustrie auch weiterhin den Fachkräftenachwuchs“, freut sich Schmitz.

Berufsinformation in den 1980er-Jahren und heute: Technologisch fortschrittlich waren die Maschinen, Anlagen und Steuerungskomponenten schon immer, zum praktischen Ausprobieren auch. Die Metall- und Elektroindustrie sucht so den Kontakt zu Schülern, um ihr Interesse an technischen Berufen zu wecken. (Fotos: Gesamtmetall)

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