Technische Berufe sind die Jobs der Zukunft

Duales Orientierungspraktikum Technik #dop4u im Kreis Borken in elfter Auflage / 17 Jugendliche erlebten diese ganz besondere Berufsorientierung in der Westfälischen Hochschule und in zwölf Unternehmen im Kreis Borken / Aussichtsreiche Perspektiven bei Zukunftsthemen wie Nachhaltigkeit oder Recycling

Nachhaltigkeit ist ein Megatrend der Zukunft. Die heutige Generation junger Menschen ist sich ihrer Verantwortung für Klima und Umwelt sehr bewusst. Wenn sie mit dieser Einstellung bald ins Berufsleben eintreten, treffen sie im Kreis Borken glücklicherweise auf viele offene Ohren. Denn hier produzieren, programmieren oder entwickeln Firmen viele Produkte und Innovationen, die die Welt gesünder, sicherer oder intelligenter machen: Getriebe für Windräder, Sortiermaschinen für Müll, Produktionsanlagen für erneuerbare Energien, Bauteile für die Offshore-Industrie, Elektromotoren sowie Tools für Robotik und Automatisierung. „Wer hier als Nachwuchskraft mitarbeiten will, für den sind die technischen Berufe, die in der Westfälischen Hochschule und in den hiesigen Firmen angeboten bzw. ausgebildet werden, die passenden Zukunftsberufe“, sagen einhellig die Organisatoren des Dualen Orientierungspraktikums Technik.

Am #dop4u, wie es kurz genannt wird, nahmen im Januar in elfter Auflage acht Mädchen und neun Jungen teil. „Ziel des #dop4u ist, dass Jugendliche, die an Gymnasium, Gesamtschule oder Berufskolleg vor ihrer Berufswahl stehen, technische Berufe kennenlernen, echten Studien- und Arbeitsalltag erleben sowie wertvolle Kontakte für den Berufseinstieg knüpfen“, erläutert Kirsten Vennemann von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH. Jennifer Middelkamp von der Regionalgeschäftsführung des Unternehmerverbandes Ruhr-Niederrhein ergänzt: „Die 17 Schülerinnen und Schüler haben besonders engagierten Einsatz für ihre Berufsorientierung gezeigt: Sie haben eine Ferienwoche nicht auf der Couch, sondern in der Westfälischen Hochschule verbracht.“ Als dritte Organisatorin im Bunde sagt Dr. Elisabeth Poletti vom Verband Münsterländischer Metallindustrieller: „Und in der betriebspraktischen Woche arbeiteten sie wissbegierig in den insgesamt zwölf Firmen mit – mal an der Seite von Azubis, in den verschiedenen Abteilungen von Konstruktion bis Qualitätssicherung oder mal beim Blick über die Schulter von Ingenieuren.“

Was genau die Schülerinnen und Schüler in den beiden Wochen erlebt, gelernt und gemacht haben – davon berichteten sie bei der Abschlussveranstaltung, die am vergangenen Freitag in der Flender Academy mit der feierlichen Zertifikatsübergabe stattfand: Feedbacks waren z. B., wie individuell die Betreuung an der Hochschule und in den Betrieben war, wie offensichtlich der Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis ist oder wie hilfreich die zwei Wochen waren, um den persönlichen Berufsweg konkreter vor sich zu sehen. Das gilt auch für die Rhederin Tessa Wülfing, derzeit in der Q1 auf dem St. Josef Gymnasium, die ihre betriebspraktische Woche bei der Olbrich GmbH absolviert hat. Tessa liebt das Fach Physik und hatte es als Studienfach ins Auge gefasst. Nach dem #dop4u sagte sie: „Nun ziehe ich auch ein Ingenieur-Studium in Betracht, weil ich sehr viel konkreter weiß, was ein Ingenieur so alles macht.“ Ihre 16-jährige Mitschülerin Elisabeth Malik ist ebenfalls dankbar für ihre gesammelten Erfahrungen: „Bisher haben wir selbst bei Praktika oder Hochschul-Informationstagen nie so tief Einblick bekommen wie jetzt. Wir konnten alles selbst ausprobieren, haben neue Ziele erreicht. Das war wirklich toll.“

Vom gastgebenden Unternehmen Flender, das gleich fünf Praktikantinnen und Praktikanten aufgenommen hatte, resümierte Ausbildungsleiter Thorsten Fahrland: „Das #dop4u schafft eine absolute Win-Win-Situation. Die Schülerinnen und Schüler sammeln wertvolle Erfahrungen und wir als Unternehmen können junge Menschen für uns und die Arbeit im Maschinenbau begeistern. Nicht selten ist das Praktikum der Startpunkt für eine erfolgreiche Karriere hier bei Flender. In den elf Jahren, die wir nun schon am #dop4u teilnehmen, haben bereits einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer später eine Ausbildung oder ein Studium bei uns absolviert und arbeiten nun an den Antriebstechnologien der Zukunft mit.“

Zum Dualen Orientierungspraktikum Technik gehört auch eine studienpraktische Woche an der Westfälischen Hochschule, die die Schüler in ihren Weihnachtsferien Anfang Januar absolviert haben. Dabei erlebten sie einen spannenden Mix aus Laborversuchen, Selbst-Ausprobieren, Vorlesungen und Projektarbeit. Zum Beispiel ging es darum, einen Tragflügel zu konstruieren, zu drucken und später im Windkanal zu testen. Partnerschulen des #dop4u sind die vier Bocholter Gymnasien, das Berufskolleg West sowie die Städtischen Gesamtschulen in Bocholt und Rhede.

Organisiert wird das #dop4u gemeinsam vom Unternehmerverband Ruhr-Niederrhein, dem Verband Münsterländischer Metallindustrieller, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH sowie der Westfälischen Hochschule in Bocholt. Das Ziel: Junge Menschen für MINT-Fächer begeistern und ihnen die Vielfalt der technischen Berufe zeigen ebenso wie die spannenden Betriebe hier in der Region. Alle Infos zum #dop4u unter: www.dop4u.de

Zwölf Betriebe machen beim #dop4u mit:

  • BENNING Elektrotechnik und Elektronik GmbH & Co. KG, Bocholt
  • D.velop AG, Gescher
  • EMERSON, epro GmbH, Gronau
  • Flender GmbH, Bocholt
  • HAANE welding systems GmbH & Co. KG, Borken
  • OLBRICH GmbH, Bocholt
  • PFREUNDT GmbH, Südlohn
  • REYGERS SYSTEMHAUS GmbH, Bocholt
  • Spaleck GmbH & Co. KG, Bocholt
  • Spaleck Oberflächentechnik GmbH & Co. KG, Bocholt
  • TIS Technische Informationssysteme GmbH, Bocholt
  • Wilhelm Severt Maschinenbau GmbH, Vreden
17 Zertifikate für acht Schülerinnen und neun Schüler aus dem Kreis Borken: Sie absolvierten das Duale Orientierungspraktikum Technik. Es wurde organisiert von (von links) Kirsten Vennemann und Dr. Elisabeth Poletti sowie Jennifer Middelkamp (rechts) und Prof. Dr. Marcel Seiler (7.v.l.). (Foto: Flender)
Der feierliche Abschluss des #dop4u, einer ganz besonderen Berufsorientierung, fand am vergangenen Freitag in der Flender Academy statt. Dabei präsentierten die Schülerinnen und Schüler den Gästen, das waren Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie Unternehmensführung und Ausbildungsleitungen, ihre Ergebnisse aus der studienpraktischen Woche. (Foto: Flender)
Das Duale Orientierungspraktikum Technik, kurz: #dop4u, besteht aus einer studienpraktischen Woche an der Westfälischen Hochschule und einer weiteren betriebspraktischen Woche in insgesamt zwölf hiesigen Unternehmen. Bei der Abschlussfeier zogen die Beteiligten der Firma Flender Bilanz, die auch Gastgeber der Abschlussfeier waren. (Foto: Flender)
Die TeilnehmerInnen spielten bei der Abschlussfeier "Kahoot" und betitelten dabei das #dop4u mit eigenen Hashtags wie #Zukunft #MINT #bestespraktikum #MINTlover oder #InvestitionJugend.

Ansprechpartner

Christian Kleff

Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

Telefon: 0203 99367-225

E-Mail:kleff(at)unternehmerverband(dot)org

Jennifer Middelkamp

Regionalgeschäftsführung Kreise Borken / Kleve und Pressesprecherin

Telefon: 0203 99367-223

E-Mail:middelkamp(at)unternehmerverband(dot)org

Geraldine Klan

Referentin

Telefon: 0203 99367-224

E-Mail:klan(at)unternehmerverband(dot)org