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„Wir müssen die De-Industrialisierung stoppen“
Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein im Vorfeld der 2. Verhandlung in der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie
Im Vorfeld der 2. Tarifverhandlung in der Metall- und Elektroindustrie am 27. Oktober fordern die Metallarbeitgeber an Rhein und Ruhr, gemeinsam mit der IG Metall die richtigen Antworten auf die Strukturkrise der Metall- und Elektroindustrie zu finden. Die Unternehmen des mit landesweit 640.000 Beschäftigten größten Industriezweigs stehen unter massivem Kosten- und Wettbewerbsdruck. Seit dem Jahr 2018 sind die Produktion in der M+E-Industrie in NRW um 27 Prozent und die Beschäftigung um zehn Prozent eingebrochen.
Die Forderung der IG Metall nach einer Lohnerhöhung von fünf Prozent kritisiert Dr. Marcus Korthäuer, Geschäftsführer der ESPERA-WERKE GmbH in Duisburg und ehrenamtlich Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbandes Metall Ruhr-Niederrhein und, als eindeutig zu hoch und völlig unrealistisch: „Momentan verlieren wir in NRW Monat für Monat rund 2.500 gut bezahlte M+E-Arbeitsplätze. Eine auch nur annähernde Umsetzung der Forderung würde den Personalabbau weiter beschleunigen.“
Diese Tarifrunde sei auch eine entscheidende für die Tarifbindung und die Akzeptanz des Flächentarifvertrags, ergänzt Hauptgeschäftsführer Christian Kleff: „Der Flächentarif kann seine Stärke nur bewahren, wenn er Antworten auf die wirtschaftlichen Herausforderungen der Unternehmen bietet. Hier haben die Tarifvertragsparteien eine große Verantwortung.“ Er warnte die IG Metall davor, die Wucht der laufenden De-Industrialisierung zu unterschätzen. Sie sei nur zu stoppen, wenn die Kernbranchen der Metall- und Elektroindustrie wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau, die Metallverarbeitung oder auch Teile der Elektroindustrie wieder wettbewerbsfähig würden.
Korthäuer betont: „Unser gemeinsames Ziel muss es sein, industrielle Arbeitsplätze in Deutschland und in unserer Region zu erhalten. Dafür brauchen wir wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, damit unsere Unternehmen an Rhein und Ruhr investieren können.“ Und Kleff resümiert: „Die Tarifpolitik kann die strukturellen Probleme des Standorts zwar nicht allein lösen – sie kann aber einen wichtigen Beitrag leisten.“
Ansprechpartner für die Presse


Jennifer Middelkamp
Leiterin Kommunikation | Marketing
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve







