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„Wir brauchen Luft zum Atmen“
Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein vor der 2. Verhandlung in der M+E-Tarifrunde
Die Metallarbeitgeber an Rhein und Ruhr weisen die Forderung der IG Metall, die Einkommen um fünf Prozent zu erhöhen, angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage als eindeutig zu hoch zurück. Vor der zweiten Verhandlung morgen (Dienstag, 27. Oktober) in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie (M+E) macht der Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein deutlich, dass die Unternehmen unter einem erheblichen Kosten- und Wettbewerbsdruck stehen.
Seit dem Jahr 2018 sind die Produktion in der M+E-Industrie in NRW um 27 Prozent und die Beschäftigung um zehn Prozent eingebrochen. Die wirtschaftliche Gesamtlage unterscheide sich grundlegend von der früherer Tarifrunden, unterstreicht Wim Abbing, Geschäftsführer der PROBAT SE in Emmerich und ehrenamtlich als stellvertretender Vorsitzender im Metallvorstand aktiv: „Unsere Unternehmen kämpfen nicht mit einer vorübergehenden Konjunkturdelle, sondern mit einer tiefgreifenden Strukturkrise der Industrie. Die hohen Kosten am Standort Deutschland sorgen für einen erheblichen Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Einen entscheidenden Anteil daran haben die Arbeitskosten.“
Hauptgeschäftsführer Christian Kleff ergänzt: „Ein beträchtlicher Kostenfaktor für unsere Unternehmen ist der hohe Lohnkostenanteil an den Einkaufskosten mit im Mittel 30 Prozent – im Mittelstand liegt er sogar bei 50 Prozent. Die hohen Arbeitskosten sind eine wesentliche Ursache für die massive Wettbewerbsschwäche der Unternehmen am Industriestandort Nordrhein-Westfalen." Dieser Kostendruck müsse jetzt runter, betonte Kleff, „in der schwersten Strukturkrise der Nachkriegszeit brauchen Unternehmen Entlastung statt zusätzlicher Kosten.“
Wim Abbing fordert angesichts dieser besonderen wirtschaftlichen Situation der Branche: „Wir brauchen deshalb einen Tarifabschluss, der den Unternehmen Luft zum Atmen lässt, Investitionen ermöglicht und damit industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze sichert.“
Ansprechpartner für die Presse


Jennifer Middelkamp
Leiterin Kommunikation | Marketing
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve







