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Wie Mülheimer Forschung Weltmeister machte – und Nobelpreise gewann
#BusinessBreak Mülheim zeigt: Innovationen des Max-Planck-Instituts treiben seit Jahrzehnten Sport, Wissenschaft und Wirtschaft voran
Während in diesen Tagen die Fußball-WM 2026 läuft, lohnt sich ein Blick zurück: Beim Titelgewinn 1974 profitierte die deutsche Nationalmannschaft von einer technologischen Innovation aus Mülheim. Erstmals spielte das Team mit Schuhen aus Nylon 12 – entwickelt am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (MPI). Das Material war leicht, stabil und verschaffte den entscheidenden Vorteil auf dem Platz.
Warum diese Innovation weder von gestern ist noch ein Einzelfall, zeigte sich beim jüngsten #BusinessBreak mit rund 40 Mülheimer Unternehmerinnen und Unternehmern. „Schon 1953 entstand hier eine Erfindung, die alles veränderte“, betonte Verwaltungsdirektorin Dr. Verena Schultz-Coulon mit Blick auf Karl Zieglers Verfahren zur modernen Kunststoffherstellung. Damit konnten Kunststoffe – beispielsweise für Plastikfolien – erstmals effizient, kostengünstig und in großer Menge hergestellt werden.
Heute prägt vor allem die Katalyseforschung das Institut – gekrönt vom Chemie-Nobelpreis 2021 für Prof. Dr. Benjamin List. Er entwickelte mit der Organokatalyse eine einfache und effiziente Methode, Moleküle gezielt herzustellen – etwa für die sauberere Produktion von Medikamenten, beispielsweise gegen Herzkrankheiten oder Infektionen.
Zugleich bringt das MPI Innovationen in die Anwendung: Start-ups wie BrightSync, das Forschung und Industrie vernetzt, und Minerva Carbon mit Fokus auf nachhaltige Energiespeicher treiben den Transfer voran. „Viele relevante Industrieprobleme lassen sich mit Wissenschaft lösen“, so BrightSync-Gründer Dr. Tim Schulte.
Auch für die Region ist das Institut ein zentraler Impulsgeber. „So gute Möglichkeiten wie in Mülheim gibt es kaum anderswo“, zitierte Hanns-Peter Windfeder, Vorstandsvorsitzender des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft, den Nobelpreisträger List – und rief dazu auf, die wichtige Arbeit des Max-Planck-Instituts gemeinsam noch sichtbarer zu machen.
Beim #BusinessBreak kommen Mülheimer Unternehmerinnen und Unternehmer zusammen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Veranstaltung findet regelmäßig in den Räumlichkeiten von Mitgliedsunternehmen des Unternehmerverbandes Mülheimer Wirtschaft statt.
Bildunterschriften:
Foto 1: Vor dem Max-Planck-Institut für Kohlenforschung (v. l.): Felix Blasch, Beigeordneter Stadt Mülheim an der Ruhr, Prof. Dr. Tobias Ritter, Direktor MPI, Hanns-Peter Windfeder, Vorstandsvorsitzender Unternehmerverband Mülheimer Wirtschaft, Dr. Verena Schultz-Coulon, Verwaltungsdirektorin MPI, Christian Kleff, Hauptgeschäftsführer Unternehmerverband, Dr. Tim Schulte, Gründer BrightSync, und Erhan Köse, Geschäftsführer Unternehmerverband Mülheimer Wirtschaft. (Foto: Unternehmerverband)
Foto 2: Rund 40 Unternehmerinnen und Unternehmer waren der Einladung gefolgt. (Foto: Unternehmerverband)
Ansprechpartner für die Presse


Jennifer Middelkamp
Pressesprecherin
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve






