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Unternehmertag 2026: Reformen für den Standort D und Abschied von Wolfgang Schmitz

BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter Gastredner | Weggefährten würdigen das Lebenswerk von Wolfgang Schmitz

 

Knapp 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Arbeitsgerichtsbarkeit, Kammern, Verbänden und Gewerkschaften kamen am Donnerstag zum Unternehmertag des Unternehmerverbandes ins HAUS DER UNTERNEHMER. Im Mittelpunkt der zentralen Jahresveranstaltung standen die wirtschaftliche Lage Deutschlands, die Zukunft des Industriestandorts Nordrhein-Westfalen und die Verabschiedung des langjährigen Hauptgeschäftsführers Wolfgang Schmitz.

Der Vorstandsvorsitzende der Unternehmerverbandsgruppe, Dr. Marcus Korthäuer, zeichnete in seiner Begrüßung ein realistisches Bild der aktuellen wirtschaftlichen Situation. Deutschland leide nicht unter einem konjunkturellen, sondern vor allem unter grundlegenden strukturellen Problemen: Hohe Energiepreise, überbordende Bürokratie, eine sanierungsbedürftige Infrastruktur und fehlende Reformgeschwindigkeit belasteten die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen.

„Wir verlieren nicht, weil wir schlechter arbeiten. Wir verlieren, weil die Rahmenbedingungen nicht stimmen“, sagte Korthäuer. Gleichzeitig betonte er die Innovationskraft und Anpassungsfähigkeit der Unternehmen. „Es mangelt nicht an Erkenntnissen, sondern an deren Umsetzung. Wir brauchen wettbewerbsfähige Energiepreise, echte Entlastungen von Bürokratie und mehr Tempo bei Investitionen und Innovationen.“

Hier knüpfte Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), in seiner Keynote „Wer zu spät reformiert, den bestraft die wirtschaftliche Entwicklung“ an. Eindringlich warnte er vor den Folgen ausbleibender Reformen und anhaltender Standortnachteile: „Bürokratie frisst Wachstum.“ Kampeter forderte spürbare Entlastungen für die Unternehmen, nicht nur einzelne Korrekturen: „Wir brauchen nicht eine Entbürokratisierung, sondern eigentlich eine Anti-Bürokratie-Revolution.“ Dann, so Kampeters Schlussfolgerung, werde auch wieder investiert. „Investitionen bringen Produktivitätsfortschritte und lösen dauerhaft tragendes Wachstum aus.“

Als Leitbild für die Wirtschaftspolitik formulierte Kampeter den Erhalt von Unternehmen, Arbeitsplätzen und Investitionen am Standort Deutschland. „Wir sind Standortpatrioten und wollen Arbeit in Deutschland organisieren. Aber: Sie muss attraktiv, bezahlbar, flexibel und produktiv bleiben.“ Trotz aller Herausforderungen zeigte sich Kampeter überzeugt von den Stärken des Standorts. „Deutschland ist immer noch in vielen Bereichen spitze“, betonte er mit Verweis auf zahlreiche Weltmarktführer und innovative mittelständische Unternehmen, auch in der Rhein-Ruhr-Region. 

Ein besonderer Teil des Abends war der Verabschiedung von Wolfgang Schmitz gewidmet. Nach fast 40 Jahren im Dienst des Unternehmerverbandes, davon 25 Jahre als Hauptgeschäftsführer, endet eine prägende Ära. „Wer heute auf unsere Unternehmerverbandsgruppe blickt, blickt zu einem großen Teil auf sein Lebenswerk“, sagte Dr. Marcus Korthäuer. Schmitz habe die Verbandsgruppe strategisch auf Wachstumskurs gebracht, neue Branchen erschlossen, das HAUS DER UNTERNEHMER zu einer bekannten Marke entwickelt und den Unternehmerverband als starke Stimme der Wirtschaft in der Region etabliert.  

Weitere Impressionen des Abend finden Sie hier.


Bildunterschriften: 

Foto 1: Beim Unternehmertag 2026 (v. l.): Dr. Marcus Korthäuer, Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe, BDA-Hauptgeschäftsführer und Gastredner Steffen Kampeter sowie der scheidende und der amtierende Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz und Christian Kleff.

Foto 2: Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), sprach beim Unternehmertag über die Reformfähigkeit Deutschlands und die Zukunft des Wirtschaftsstandorts. 

Foto 3: Dr. Marcus Korthäuer, Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe, forderte in seiner Begrüßung entschlossene Reformen und bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft.

(Alle Fotos: Unternehmerverband)

Verwendung ausschließlich für redaktionelle Zwecke und mit Quellennennung: Foto: Unternehmerverband

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