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Stadtwerke Duisburg
Startschuss zur Modernisierung des Energieparks Wanheim: Stadtwerke Duisburg investieren 200 Millionen Euro
Die Stadtwerke Duisburg haben heute mit ihren Projektpartnern den symbolischen Spatenstich zur Modernisierung des Energieparks Wanheim gesetzt: Am Standort des Heizkraftwerks III (HKW III) werden in den kommenden Jahren mehrere neue Erzeugungsanlagen errichtet.
Sie ersetzen den bestehenden Block A des Gaskraftwerks, der Mitte nächsten Jahres außer Betrieb gehen wird. Mit einem Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro gehört die Modernisierung des Energieparks Wanheim zu den zentralen Transformationsprojekten der Stadtwerke Duisburg. Vorgesehen sind Rheinwasser-Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke (BHKW) und Elektrokessel sowie die für ihren Betrieb notwendige elektrotechnische Infrastruktur. Die verschiedenen Anlagen sollen künftig gleichzeitig Strom und Fernwärme erzeugen beziehungsweise Strom zur Wärmeerzeugung nutzen.
„Die Wärmewende wird vor Ort umgesetzt – bei unseren Anlagen, in unseren Netzen und mit den Investitionen, die wir heute für die Zukunft auf den Weg bringen“, sagt Oberbürgermeister Sören Link, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg AG ist. „Mit der Modernisierung des Energieparks Wanheim schaffen die Stadtwerke wichtige Voraussetzungen, um die Fernwärmeversorgung in Duisburg klimaschonend weiterzuentwickeln.“
Die Stadtwerke Duisburg verfolgen das Ziel, ihre Fernwärmeerzeugung im Laufe des kommenden Jahrzehnts zu dekarbonisieren. Der Umbau des Energieparks Wanheim ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Transformationspfades. Block A des bestehenden Heizkraftwerks mit seiner Gasturbine aus den 1970er Jahren soll Mitte 2027 außer Betrieb genommen werden und durch das Zusammenspiel verschiedener Technologien ersetzt werden. „Wir bauen in Wanheim nicht einfach eine alte Anlage ab und eine neue auf. Wir verändern die Struktur unserer Erzeugung grundlegend. Rund 200 Millionen Euro für einen einzelnen Standort zeigen zugleich, welche Dimension die Transformation unserer Energieinfrastruktur hat“, sagt Marcus Vunic, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Duisburg.
Ein wesentlicher Baustein sind vier große Wärmepumpen, die thermische Energie aus dem Rheinwasser für die Fernwärmeerzeugung nutzbar machen sollen. Zunächst sollen drei Wärmepumpen mit jeweils 15 Megawatt thermischer Leistung entstehen; eine vierte ist für einen späteren Ausbauschritt vorgesehen. Die vorhandene Kühlwasser-Infrastruktur des HKW III kann für die Zu- und Ableitung des Rheinwassers weitergenutzt werden. Rhein- und Fernwärmewasser bleiben dabei in voneinander getrennten Kreisläufen.
Hinzu kommen bis zu 15 neue BHKW-Module. Sie erzeugen in Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Strom und Wärme und erreichen zusammen eine elektrische Leistung von rund 67 Megawatt sowie eine thermische Leistung von rund 80 Megawatt. In der ersten Ausbaustufe werden 10 BHKW-Module errichtet, fünf weitere kommen zu einem späteren Zeitpunkt hinzu. Die BHKW sind Wasserstoff-fähig und können bereits jetzt eine Beimischung von 20 Prozent verarbeiten. Wenn in Zukunft Wasserstoff in ausreichenden Mengen und zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar ist, kann der Betrieb durch technische Nachrüstungen ausschließlich mit Wasserstoff laufen.
Ergänzt wird der Anlagenpark um bis zu zwei Elektrokessel mit jeweils 30 Megawatt thermischer Leistung. Sie wandeln elektrische Energie in Wärme um und können damit zusätzliche Flexibilität für das Energiesystem bereitstellen. Im ersten Ausbauschritt ist zunächst ein Elektrokessel vorgesehen. Damit die neuen Anlagen als Gesamtsystem funktionieren können, entsteht zudem eine neue zentrale Elektrotechnik.
„Künftig werden hier unterschiedliche Technologien miteinander kombiniert, die je nach Verfügbarkeit, Bedarf und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingesetzt werden können und ein aufeinander abgestimmtes Erzeugungssystem bilden. Für uns ist das eine der entscheidenden Investitionen auf dem Weg zu einer zunehmend dekarbonisierten Fernwärmeerzeugung“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie der Stadtwerke Duisburg. Die neuen Anlagen sollen bis Ende des Jahres 2029 in Betrieb gehen.
Norbert Schröder, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Solutions, zuständig für die Gesamtplanung und die zentrale Elektrotechnik, sagt: „Bei einem solchen Großprojekt kommt der übergreifenden Planung eine wichtige Rolle zu. Viele Entscheidungen in einem Teilprojekt wirken sich unmittelbar auf andere Gewerke aus. Unser gemeinsames Ziel ist deshalb, Schnittstellen frühzeitig transparent zu machen und Lösungen so zu planen, dass sie auf der Baustelle ineinandergreifen. Für dieses verbindende Element steht sinnbildlich auch die Elektrotechnik: Sie verknüpft die unterschiedlichen Erzeugungsanlagen miteinander und ermöglicht ihre Einbindung in die elektrische Infrastruktur des Standorts.“
Christian Strondl, Business Unit President Prefabrication & Installation, Segment Central Europe bei Bilfinger, zuständig für die gesamte Realisierung der Wärmepumpen, sagt: „Großwärmepumpen dieser Leistungsklasse stellen hohe Anforderungen an Planung, Anlagenbau und die Integration in die vorhandene Infrastruktur. Im Energiepark Wanheim kommt die Einbindung der bestehenden Rheinwasser-Infrastruktur hinzu. Für eine erfolgreiche Umsetzung ist die enge Abstimmung mit allen weiteren Projektpartnern daher ein wesentlicher Faktor.“
Marco Weiss, Geschäftsführer bei ETW Energietechnik, Generalunternehmer für den Bau der BHKW, sagt: „Die neuen BHKW bilden einen wichtigen Teil des künftigen Anlagenverbunds. Entscheidend ist dabei nicht nur die Errichtung der einzelnen Module, sondern ihre technische Einbindung in das Gesamtsystem. Der direkte Austausch zwischen den Projektteams hilft uns, Abhängigkeiten frühzeitig zu berücksichtigen und die gemeinsame Umsetzung vorzubereiten.“
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Ansprechpartner für die Presse


Jennifer Middelkamp
Pressesprecherin
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve




