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Stadtwerke, Duisburg
Energiezentrale Wedau nimmt Betrieb auf: Abwärme aus Rechenzentrum stärkt klimafreundliche Fernwärmeversorgung
Die Stadtwerke Duisburg haben die Energiezentrale Wedau offiziell in Betrieb genommen. Mit der Anlage erschließen die Stadtwerke eine bislang ungenutzte Energiequelle: die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums. Mithilfe einer leistungsstarken Wärmepumpe wird die anfallende Wärme auf das erforderliche Temperaturniveau angehoben und anschließend in das Fernwärmenetz eingespeist. Ergänzt wird die Energiezentrale durch weitere effiziente Erzeugungsanlagen und moderne Anlagentechnik. „Mit der neuen Energiezentrale schaffen wir die Grundlage für eine nachhaltige und zukunftsfähige Wärmeversorgung. Die Nutzung von Abwärme aus dem Rechenzentrum zeigt, wie sich vorhandene Energiepotenziale intelligent erschließen lassen. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Wärmewende vor Ort“, sagt Andreas Gutschek, Vorstand Infrastruktur und Strategie bei den Stadtwerken.
Besondere Herausforderungen für die nur zweieinhalbjährige Bauzeit brachte die bauliche Umsetzung mit sich. Die neue Energiezentrale verbindet einen denkmalgeschützten Gebäudeteil, das ehemalige Kesselhaus, das einst zum Ausbesserungswerk der Deutschen Bahn gehörte, mit einem modernen Anbau. Im historischen Teil aus dem Jahr 1911 steht nun die neue Wärmepumpe. Durch eine große Glasfront können die Wedauerinnen und Wedauer ihre Wärmepumpe dauerhaft sehen. Im neuen Anbau stehen zwei Blockheizkraftwerke (BHKW) mit jeweils 1,8 Megawatt (MW) thermischer Leistung und 1,5 MW elektrischer Leistung. Die beiden BHKW sind H2-ready und können perspektivisch Wasserstoff als Energieträger einsetzen, wenn dieser in ausreichender Menge verfügbar ist. „Die Energiezentrale ist ein klares Bekenntnis zu Versorgungssicherheit, Klimaschutz und regionaler Wertschöpfung. Mit dieser Investition schaffen die Stadtwerke die Grundlage für eine nachhaltige Wärmeversorgung im neuen Stadtteil“, sagt Oberbürgermeister Sören Link, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke ist.
Wärmeversorgung für mehr als 1.000 Haushalte
Herzstück der neuen Energiezentrale ist eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 270 Kilowatt (kW). Sie nutzt die Abwärme des benachbarten Rechenzentrums der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (DVV), von dem jährlich 1,4 Gigawattstunden (GWh) Wärmeleistung zur Verfügung gestellt werden. Die Wärme wird über Wärmetauscher im Rechenzentrum gewonnen und dann unterirdisch in die Energiezentrale gepumpt. Dort hebt die Wärmepumpe das Temperaturniveau auf die für die Fernwärmeversorgung erforderlichen Werte von 83 Grad Celsius an. Mit der so gewonnenen Wärme können künftig rund 100 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Die beiden BHKW erzeugen so viel Strom, wie 4.000 Haushalte im Jahr benötigen und so viel Wärme, dass sie für die Versorgung von 1.000 Haushalten ausreicht. Außerdem ist zur Absicherung der Gesamtanlage noch ein Gaskessel installiert, der bei Ausfall der anderen Erzeugungsanlagen 1.700 kW thermische Leistung liefern kann. Durch das Zusammenspiel der verschiedenen Erzeugungsanlagen können die Stadtwerke flexibel auf den Wärmebedarf reagieren und gleichzeitig eine hohe Versorgungssicherheit gewährleisten. Insgesamt investieren die Stadtwerke rund 14 Millionen Euro in die neue Energiezentrale.
Auch für den Klimaschutz leistet die Anlage einen wichtigen Beitrag. Nach Berechnungen der Stadtwerke können durch den Betrieb der Energiezentrale jährlich rund 1.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Energiezentrale setzen die Stadtwerke ihren Weg hin zu einer zunehmend klimaneutralen Wärmeversorgung konsequent fort und erschließen zugleich neue Potenziale für die Nutzung bislang ungenutzter Energiequellen. Ziel ist eine CO2-neutrale Strom- und Wärmeerzeugung bis zum Jahr 2035.
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Ansprechpartner für die Presse


Jennifer Middelkamp
Pressesprecherin
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve




