Die Azubis bei Spaleck Oberflächentechnik, unter ihnen zwei Industriemechanikerinnen, haben ihren eigenen Werkzeugwagen mit Tablet. Für die vielen vorbildlichen Maßnahmen zeichnete der Unternehmerverband den Sondermaschinenbauer jetzt bei „AusgezeichnetAusbilden“ aus. Jennifer Middelkamp vom Unternehmerverband übergab die Urkunde an Geschäftsführer Alwin Keiten-Schmitz (Mitte); Prokurist Lukas Arndt und Ausbilder Bastian Kleinpaß (von rechts) freuen sich mit über die Auszeichnung.

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Auf dem Fundament der Berufsausbildung die Karriere gestartet

Unternehmerverband würdigt SPALECK Oberflächentechnik GmbH & Co. KG mit der Urkunde „AusgezeichnetAusbilden!“ für sein vorbildliches Ausbildungsengagement

 

Die vier exemplarisch ausgewählten Männer Anfang 30 verbindet etwas: Alle vier absolvierten eine gewerblich-technische Berufsausbildung beim Bocholter Industrieunternehmen SPALECK Oberflächentechnik GmbH & Co. KG – und sind dort auf verschiedenen Wegen in verantwortungsvolle Positionen aufgestiegen: Philipp Niemann ist heute Meister Einzelteilfertigung, Bastian Kleinpaß hauptverantwortlicher Ausbilder, Janlucas Weidig Verkäufer und Ludger Tepaße Projektmanager. 

„Die Berufswege dieser vier Mitarbeiter machen deutlich, warum Ausbildung so wertvoll ist. Unser Mitgliedsunternehmen SPALECK Oberflächentechnik bildet nicht nur Nachwuchskräfte aus, sondern entwickelt Menschen weiter. Dass ehemalige Auszubildende heute selbst Verantwortung tragen und zum Erfolg des Unternehmens beitragen, ist ein starkes Zeichen für die Qualität der Ausbildung und ein Vorbild für andere Betriebe“, lobt Jennifer Middelkamp von der Regionalgeschäftsführung des Unternehmerverbandes. Für dieses vorbildliche Engagement erhielt das Bocholter Unternehmen nun die Würdigung „AusgezeichnetAusbilden!“ vom Unternehmerverband.

Geschäftsführer Alwin Keiten-Schmitz freut sich über die Auszeichnung: „Wir sehen Ausbildung als Investition in die Zukunft unseres Unternehmens. Deshalb geben wir jungen Menschen nicht nur einen Ausbildungsplatz, sondern echte Perspektiven.“ So hätte man den vier Kollegen nach der Übernahme z. B. Weiterbildungen ermöglicht, sie in verschiedenen Abteilungen wie z.B. der Maschinenmontage, dem Service-Innen- und Außendienst und dem Vertrieb eingesetzt oder auch auf Auslandseinsätze geschickt. Keiten-Schmitz‘ Ziel: „Gute Leute finden, binden und als Fach- und Führungskräfte hier im Betrieb, also ‚on the job‘, etablieren.“ 

SPALECK Oberflächentechnik entwickelt individuelle Verfahren und fertigt Sondermaschinen für die Bearbeitung und Inspektion von Oberflächen. Die Zahl der Ausbildungsplätze, heute zwölf, stieg parallel zum Unternehmenswachstum von rund 80 Beschäftigten im Jahr 2017 auf heute etwa 130. Nicht nur die Ausbildungsquote von rund zehn Prozent belegt den hohen Stellenwert des selbst ausgebildeten Fachkräftenachwuchses, sondern auch die moderne Ausbildungswerkstatt und eine hohe Übernahmequote. Ausgebildet wird in den Bereichen Industrie- und Konstruktionsmechanik, Mechatronik, Elektrik, Produktdesign und Lagerlogistik.

Bastian Kleinpaß absolvierte bei SPALECK Oberflächentechnik zunächst selbst die Ausbildung zum Industriemechaniker. „Dabei stand uns von Beginn an ein erfahrener Ausbilder zur Seite. Wir waren sofort Teil eines eingespielten und offenen Teams, und durften bereits an echten Kundenaufträgen mitarbeiten.“ Diese frühe Verantwortung wäre super gewesen, alle hätten sich fachlich und persönlich weiterentwickeln und früh in künftige Rollen hineinwachsen können. Nach der Übernahme wurde der Bocholter in verschiedenen Abteilungen eingesetzt. „Mein Highlight war, als ich schon mit 20 Jahren zwei Wochen mit nach Amerika reisen durfte, um dort eine unserer Maschinen in Betrieb zu nehmen. Es war beeindruckend, wie unsere Maschine ‚made in Bocholt‘ dann ein Teil einer riesigen Fertigungslinie geworden ist.“ Mit Mitte 20 absolvierte der heute 31-Jährige dann zweieinhalb Jahre lang berufsbegleitend den Industriemeister Metall. Der Ausbilderschein, der fester Bestandteil dieser Weiterbildung ist, wurde die Grundlage seiner heutigen Tätigkeit als hauptverantwortlicher Ausbilder. 

Seit seinem Einstieg, so Kleinpaß, habe sich die Ausbildung bei SPALECK Oberflächentechnik nicht nur zahlenmäßig verändert. „Sie ist auch digitaler geworden, KI hält Einzug. Jeder Azubi in der Montage bekommt seinen eigenen Werkzeugwagen, der auch ein Tablet beinhaltet. So können sie sich z. B. die Stücklisten und Zeichnungen von unseren Baugruppen abrufen.“ Er berichtet von einem aktuellen Azubiprojekt, bei dem der Lehrling gemeinsam mit einem Praktikanten eine Maschine für einen Kunden nahezu eigenständig gebaut hat. „Die rund 1,5 mal 0,5 Meter große Maschine, bestehend aus Fliehkraftbehälter, Siebstrecke und Abwasserbecken mit Pumpe, geht jetzt nach Amerika. Dort werden damit künftig Münzen poliert“, berichtet er. Eine solche Maschine beinhaltet viele wichtige Komponenten, die ein Industriemechaniker auch in der Berufsschule lernt: Pneumatik, Hydraulik, Lagerung und Elektronik. „Eine Win-win-Situation, das Alles nicht nur theoretisch zu lernen, sondern selbst zu planen und zu verbauen. Wir sind und bleiben Sondermaschinenbauer, für den man die Fachkräfte nicht einfach so auf der Straße findet. Wer die ‚SPALECK-Schule‘ durchlaufen hat, ist einfach fit für unsere Produkte.“

Um passende Nachwuchskräfte zu gewinnen, geht Prokurist Lukas Arndt, der das Rechnungs- und Personalwesen leitet, bekannte als auch neue Wege: „Wir suchen aktiv den Kontakt zu jungen Menschen – ob bei diversen Ausbildungsmessen, vielen Betriebsbesichtigungen, Praktika, Girls‘ Day, dem Wettbewerb ‚Schüler macht MI(N)T!‘ des Unternehmerverbandes oder über Social Media.“ Feste Programmpunkte während der Ausbildung seien ein gemeinsamer Azubi-Start-Tag, Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche, ein gemeinsamer Kundenbesuch mit Rahmenprogramm sowie die aktive Mitarbeit an Projekten und auch der Aufbau von Maschinen bei den Kunden. „Ergänzt wird dies durch attraktive Rahmenbedingungen wie z.B. der 35-Stunden-Woche im gewerblichen Bereich mit einem kurzem Freitag bis 10:45 Uhr, einem eigenen Online-Shop für Berufskleidung und Merchandise sowie einer arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente“, so Arndt.

„Gerade in einer Zeit, wo Konjunktur und Märkte unsicher sind, ist es so wertvoll, wenn Unternehmen konstant und nachhaltig in Ausbildung investieren“, resümiert Middelkamp mit Blick auf den wichtigen Firmenbeitrag zur Fachkräftesicherung in dieser Region. Die Aktion „AusgezeichnetAusbilden!“ würdigt seit mehreren Jahren Unternehmen im Verbandsgebiet, die sich in besonderer Weise für die berufliche Bildung engagieren. Mehr Infos: www.unternehmerverband.org/ausbildung

Bildunterschrift:

Die Azubis bei Spaleck Oberflächentechnik, unter ihnen zwei Industriemechanikerinnen, haben ihren eigenen Werkzeugwagen mit Tablet. Für die vielen vorbildlichen Maßnahmen zeichnete der Unternehmerverband den Sondermaschinenbauer jetzt bei „AusgezeichnetAusbilden“ aus. Jennifer Middelkamp vom Unternehmerverband übergab die Urkunde an Geschäftsführer Alwin Keiten-Schmitz (Mitte); Prokurist Lukas Arndt und Ausbilder Bastian Kleinpaß (von rechts) freuen sich mit über die Auszeichnung. (Foto: Spaleck Oberflächentechnik)

 

 

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"AusgezeichnetAusbilden!" für Spaleck Oberflächentechnik

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Jennifer Middelkamp

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve

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Mitarbeiterin Kommunikation | Marketing