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Der „Level Travel“, ein selbstausgleichender Campingtisch, gewinnt bei „Schüler macht MI(N)T!“
Das siebenköpfige Team vom Gymnasium Remigianum entwickelte mit der Partnerfirma Gigaset ein marktreifes Produkt mit revolutionärer Mechanik, die dem Joystick entliehen ist. Auf Platz 2 landet das Gymnasium Mariengarden mit der App „Intelligenter Kühlschrank Organizer“; Platz 3 geht an die Gesamtschule Bocholt mit einem automatischen Gewächshaus. Bei diesen beiden Ideen unterstützte die Firma Grunewald die Jugendlichen.
Vor allem ihre Neugierde bewiesen 49 Schülerinnen und Schüler beim 17. Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T!“, den der Unternehmerverband organisiert und sechs Bocholter Firmen aus der Metall- und Elektroindustrie ausrichten. Sie waren neugierig auf Innovation, Erfindungen, KI, Programmierung, 3D-Druck, Sensor, Elektrotechnik, Projektmanagement, MINT-Fächer und -Berufe sowie auf Firmen, die hier potenzielle Fachkräfte suchen. „Unser Wettbewerb, dieses Mal unter dem Motto ‚Nützliche Alltagshelfer‘, ist eine wertvolle Hilfe, um Interesse an Technik zu wecken sowie die Brücke aus der Schule in die hiesigen Unternehmen zu schlagen“, so Elisabeth Schulte vom Unternehmerverband.
So banal das Problem, so genial die Lösung: Campingtische wackeln auf unebenem Boden. Damit Wurst und Anti-Mücken-Lampe künftig nicht mehr vom Tisch rutschen, haben die drei Schülerinnen und vier Schüler vom Gymnasium Remigianum, zwischen 15 und 16 Jahren alt, den selbstausgleichenden Campingtisch namens „Level Travel“ erfunden. Hierzu haben sie einen Joystick zweckentfremdet und ihm unter der Tischplatte mit einem Akku und so genannten Aktuatoren verbaut – das sind Geräte, die Energie in mechanische Bewegung, Kraft oder Drehmoment umwandeln und so Maschinen und Systeme steuern. „Genial und revolutionär“, wie die dreiköpfige Jury aus hiesigen Hochschulen und Universitäten urteilt. Prof. Dr. Andreas Besse von der Westfälischen Hochschule erläuterte: „Hier waren nicht nur Prototyp, Konzept, Umsetzung, Präsentation, Preisgestaltung und Vermarktungsansätze hervorzuheben, sondern vor allem die Idee, die Mechanik aus einem Joystick zu entleihen.“ Neben dem ersten Platz räumten die Jugendlichen außerdem den Publikumspreis ab und kassierten 400 Euro Preisgeld für die Klassenkasse.
Insgesamt acht Teams, sie stammen aus Bocholt (Gesamtschule, Albert Schweitzer-Realschule sowie Marien-, Euregio- und St. Josef-Gymnasium) und aus Borken (Gymnasien Remigianum und Mariengarden), präsentierten bei der Abschlussveranstaltung am vergangenen Donnerstag in der Flender Academy ihre Ideen. Die Jugendlichen schilderten in beeindruckenden Präsentationen, wie die Idee des Alltagshelfers entstand, wie der Prozess zur Entwicklung eines Prototyps ablief, aber auch, auf welche Probleme sie stießen und welche Lösungen oder Optimierungen angebracht sind. Wie am Beispiel Roll-E, eine Idee vom Team des Mariengymnasiums gemeinsam mit der Partnerfirma Pieron: Im Laufe des Prozesses wurde klar, dass keine fertige E-Schubkarre entwickelt werden sollte, sondern rein das Antriebsmodul. Die Vorteile liegen auf der Hand: Es kann zum einen kostengünstig an vorhandene Schubkarren angebaut werden, und zum anderen auch vielseitig, z. B. an Krankenhausbetten oder Bollerwagen. „Eine tolle Erkenntnis, die so auch im Unternehmensalltag passiert“, freute sich Schulte vom Unternehmerverband.
Gastgeber der Abschlussveranstaltung war erneut die Firma Flender; dessen Ausbildungsleiter Thorsten Fahrland resümiert: „Auch in diesem Jahr haben wir wieder tolle Ideen gesehen, die Projektreife nimmt immer weiter zu. KI hat wie selbstverständlich Einzug gehalten. Wir durften zwei Projektideen begleiten: eine Lego-Sortiermaschine ‚Steinzeit 2.0‘ sowie ein bewegliches Wandregal ‚MoveWall‘. Für uns als Ausbildungsbetrieb aber auch für die Schülerinnen und Schüler ist der Wettbewerb echt ein Gewinn.“ Zustimmung auch von Wolfgang Overbeck, Ausbildungsleiter bei Grunewald, der die Teams auf den Plätzen 2 und 3 begleitet hatte: „Die Teams waren öfter bei uns im Unternehmen, und wir waren in der Schule. Dabei ergaben sich abseits der Produktentwicklung Gespräche auf Augenhöhe mit unseren Azubis. Uns ist wichtig, jungen Menschen auch die Scheu zu nehmen, in einen Betrieb zu gehen. Berufsorientierung kann nicht früh genug anfangen.“ Neben Gigaset, Flender und Grunewald waren auch erneut die Firmen Pieron, Spaleck sowie Spaleck Oberflächentechnik beim Wettbewerb mit von der Partie.
Auf Platz 2 landete die Idee aus Burlo, den Kühlschrank mittels einer App intelligent zu organisieren. So können Lebensmittel im Kühlschrank nach Mindesthaltbarkeitsdatum strukturiert werden, um Verderb oder Verschwendung zu vermeiden. Auch Einkaufslisten und Rezepte können erstellt werden; hier hilft KI. Die Gesamtschule Bocholt landete mit ihrem automatischen Gewächshaus auf Platz 3: Der Aufbau mit Sensoren, Steuerung durch Arduino, Relais und viel Elektronik überzeugte die Jury mit einer hohen Detailtiefe und Vielseitigkeit.
Weiterführende Webseiten:
- www.instagram.com/schueler.macht.mint/
- www.facebook.com/schulermachtmint
- www.unternehmerverband.org/schuelermachtmint/
Bildunterschriften:
Foto Campingtisch: Genial und revolutionär: Für einen selbstausgleichenden Campingtisch entlieh sich das Sieger-Team die Mechanik des Joysticks. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Platz 1: Das Siegerteam vom Gymnasium Remigianum in Borken entwickelte einen Campingtisch, der sich selbst in die Waage bringt. Die Erfindung erfüllte das Wettbewerbsmotto „Nützliche Alltagshelfer“ perfekt. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Platz 2: Eine App vom Team des Gymnasiums Mariengarden in Burlo heimste Platz 2 ein. Sie sorgt im Kühlschrank für Ordnung, sodass weniger Lebensmittel verderben oder verschwendet werden; dafür nutzt die App auch eine KI für passende Rezepte. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Platz 3: Bei diesem Gewächshaus sorgen Sensoren, viel Mechanik und Elektronik sowie ein Arduino als Steuerung dafür, dass Pflanzen automatisch optimal wachsen und gedeihen. Das Team der Gesamtschule Bocholt belegte mit einem aufwändigen Prototypen Platz 3. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Siegerehrung 1: Die Erfinderinnen und Erfinder von „Travel Level“ mit (rechts) Jury-Mitglied Prof. Dr. Andreas Besse und Jürgen Hegering (4. von rechts). Der Ausbilder bei Gigaset begleitete und beriet das Team während des Wettbewerbs. Diese enge Kooperation zwischen Jugendlichen und hiesigen Firmen zeichnet „Schüler macht MI(N)T!“ aus. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Siegerehrung 2: Platz 1, der Publikumspreis und 400 Euro Preisgeld: Beim Siegerteam vom Gymnasium Mariengarden herrschte große Freude. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Magier: Während die Jury die Sieger ermittelte, verzauberte Magier Oliver Henke das Publikum. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Gruppenfoto: Abschlussveranstaltung vom Wettbewerb „Schüler macht MI(N)T!“ mit rund XX Teilnehmenden aus Schulen, Firmen – Ausbilder wie Azubis –, Arbeitsagenturen, Politik und Unternehmerverband, der den Wettbewerb organisiert und gemeinsam mit sechs Bocholter Firmen aus der Metall- und Elektroindustrie ausrichtet. (Foto: Unternehmerverband)
Foto Begrüßung: Erneut war die Firma Flender Gastgeber der Abschlussveranstaltung. Ausbildungsleiter Thorsten Fahrland begrüßte die rund XX Gäste in der Flender Academy. (Foto: Unternehmerverband)
Ansprechpartner für die Presse


Jennifer Middelkamp
Pressesprecherin
Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve













