Der 22-jährige Flender-Azubi Fynn Höppner erklärte den Jugendlichen, die sich im InfoTruck über technische Berufe informierten, wie Metall zerspant wird. Ausbildungsleiter Thorsten Fahrland und Jennifer Middelkamp vom Unternehmerverband hatten die Berufsorientierung organisiert.

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Ausbildung mit hohem Praxisbezug: Wie und wo praktisch veranlagte Jugendliche beruflich durchstarten können

Moderne Technik trifft Praxisorientierung: Flender-Azubis und Realschüler tauschten sich im InfoTruck in Voerde aus

 

„Trecker, Motorrad oder Auto – schrauben, werkeln und Bauteile herstellen ist nicht nur mein Hobby, sondern auch der Grund, warum ich nach meinem Hauptschulabschluss eine Berufsausbildung begonnen habe.“ Der 22-jährige Fynn Höppner absolviert derzeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik, Fachrichtung Montagetechnik, bei Flender in Voerde. Das Besondere: Sie ist eigens für Jugendliche mit praktischer Veranlagung wie ihn gemacht, die sich nach Klasse 10 nicht weiter mit reiner Theorie aufhalten, sondern schnell, nämlich schon nach zwei Jahren, in einem guten Beruf in einer aussichtsreichen Branche arbeiten möchten. Seine Erfahrungen vom Übergang aus der Schule in den Beruf gab der Bocholter nun an Realschülerinnen und -schüler der Region weiter, die am Dienstag den InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie vor den Flender-Werkstoren besuchten und anschließend das Unternehmen erkundeten.

Das Unternehmen ist mit seinen Marken Flender und Winergy ein weltweit führender Hersteller mechanischer und elektrischer Antriebssysteme für Industrie und Windenergie. In Voerde entstand kürzlich eine neue, modern ausgestattete Ausbildungswerkstatt. Hier werden derzeit sechs junge Menschen im ersten Ausbildungsjahr zur Fachkraft ausgebildet. Dieses Level und das Tätigkeitsprofil seien im produzierenden Betrieb gefragt, betont Thorsten Fahrland, zuständig für die Ausbildung bei Flender: „Wir wollen so unseren Nachwuchs für die Vormontage und Vorbereitung kompakt vor Ort aufbauen. Hier hat sich tatsächlich eine Lücke aufgetan. Der neue Ausbildungsgang schließt diese und ergänzt mit seinem Tätigkeitsprofil hervorragend unsere drei- bis dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen.“ Die neue Ausbildung in Voerde sei vergleichbar mit dem ersten Prüfungsabschnitt von Industriemechanikern und im produzierenden Betrieb gefragt. Sie richte sich an Menschen, die eine sehr gute Ausbildung suchen und keine akademische Karriere anstreben. 

Nach dem Gespräch mit Fynn Höppner und den weiteren Azubis hieß es für die Schülerinnen und Schüler „Hands on“: Im InfoTruck konnten sie verschiedene Stationen zu Steuerungstechnik, Automatisierung und Messtechnik ausprobieren. Kombiniert mit den Eindrücken aus dem Unternehmen geschieht genau das, was der Unternehmerverband mit dem InfoTruck erreichen möchte: eine direkte Verbindung zwischen Theorie und Praxis. „Anfassen und Selbermachen – nur so bekommt man ein Gefühl für die Berufe“, unterstreicht Jennifer Middelkamp vom Unternehmerverband. Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, ergänzt: „Der InfoTruck ist eine starke Brücke zwischen Schule und Wirtschaft. Hier lernen jugendliche Berufe in der Metall- und Elektroindustrie live kennen. Sie sind spannend, innovativ und unverzichtbar – wir möchten noch mehr Jugendliche ermuntern, sie zu ergreifen: Die Ausbildungsplätze sind da!“

Wer über seine Schule keinen Platz im InfoTruck ergattert hat, kann kostenlos von digitalen Angeboten profitieren: Bei einem Berufecheck erhalten Jugendliche je nach Fähigkeiten und Vorlieben drei aus 40 Traumberufen in der M+E-Industrie vorgeschlagen und sie können sich mit einem Profil direkt Unternehmen vorstellen und mit dort verfügbaren Stellen „matchen“. Hinzu kommen offene Stellen in der Region für Praktikum, duale Berufsausbildung, Duales Studium oder Berufseinsteiger. Alle Infos auf www.zukunftsindustrie.de, in der App „What about ME?“ und auf TikTok.


Bildunterschrift: Der 22-jährige Flender-Azubi Fynn Höppner erklärte den Jugendlichen, die sich im InfoTruck über technische Berufe informierten, wie Metall zerspant wird. Ausbildungsleiter Thorsten Fahrland und Jennifer Middelkamp vom Unternehmerverband hatten die Berufsorientierung organisiert. (Foto: Unternehmerverband)

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InfoTruck bei Flender in Voerde

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Jennifer Middelkamp

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Regionalgeschäftsführung Kreise Borken | Kleve

Geraldine Klan

Referentin

Avelina Desel

Mitarbeiterin Kommunikation | Marketing