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Ausbildung live bei tkMSS in Oberhausen

Unternehmerverband ermöglicht Einblicke in Lehrwerkstatt | Ausbildende diskutieren den Übergang von der Schule in den Beruf

 

Wie praxisnahe Ausbildung heute gestaltet wird, erlebten 20 Ausbildende aus Industrie und Sozialwirtschaft bei der thyssenkrupp MillServices & Systems GmbH (tkMSS) in Oberhausen. Eingeladen hatte der Unternehmerverband. Christian Déus, Teamleiter Ausbildung / Human Resources Development, führte die Gäste durch die moderne Ausbildungswerkstatt, in der aktuell 75 junge Menschen vor allem im Bereich Industrie- und Konstruktionsmechanik sowie zu Schweißerinnen und Schweißern ausgebildet und zertifiziert werden.

tkMSS beschäftigt standortübergreifend rund 1.700 Mitarbeitende und ist Dienstleister für Stahlproduzenten und weitere Branchen. Die Lehrwerkstatt am Standort Am Lipperfeld wurde im September 2024 eröffnet. 

Nachwuchs zu gewinnen, bleibt selbst für namhafte Arbeitgeber wie tkMSS herausfordernd: „Wir erhalten aktuell genug Bewerbungen pro Jahr, doch vielen fehlen selbst grundlegende mathematische Kenntnisse und Sozialkompetenzen“, so Déus. 32 Einstellungen seien das Ziel, bislang konnten 22 Ausbildungsplätze besetzt werden. Trotz Messeauftritten, Girls’ Day, Praktika und intensiver Betreuung während der Ausbildung gebe es eine zu hohe Abbruchquote. „Wir tun sehr viel, um junge Menschen zu halten – mit individueller Förderung, Gesprächen und direktem Kontakt zu den Eltern“, unterstrich er.

Dörte Delberg-Ziepke, Leiterin der Kommunalen Koordinierungsstelle Übergang Schule – Beruf (KoKo) Oberhausen, stellte die Unterstützungsangebote der Stadt für den Übergang von der Schule in den Beruf vor, die es in jeder Stadt gebe. Grundlage ist die Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“, durch die Schülerinnen und Schüler aller weiterführenden Schulen in NRW bereits ab Jahrgang 8 systematisch an die Berufsorientierung herangeführt werden – unter anderem durch Potenzialanalysen, Berufsfelderkundungen und Praktika. In Oberhausen ergänzen Angebote wie das TalentKolleg diese Maßnahmen und fördern gezielt Jugendliche aus Nicht-Akademiker-Haushalten.

Das Fazit der Ausbilder fiel deutlich aus: „Uns fehlen oft Grundlagen bei den jungen Leuten wie Verantwortungsbewusstsein, Durchhaltevermögen und Kritikfähigkeit“, lautete der gemeinsame Befund. Angesichts des wachsenden Fachkräftemangels sei dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. „Die junge Generation ist gefordert, die Gesellschaft und den Wohlstand am Leben zu erhalten – dafür braucht sie aber das nötige Rüstzeug.“


Bildunterschriften: 

Foto 1: tkMSS bildet in Oberhausen unter anderem im Bereich Industrie- und Konstruktionsmechanik sowie Schweißerinnen und Schweißer aus – doch es bleiben Ausbildungsplätze unbesetzt, weil Grundlagen fehlen.

Foto 2: Der Unternehmerverband hatte Ausbildende aus Industrie und Sozialwirtschaft in die Lehrwerkstatt von tkMSS in Oberhausen eingeladen. Mit dabei: Elisabeth Schulte (Unternehmerverband, 2.v.l.) und Dörte Delberg-Ziepke (KoKo Oberhausen, 3.v.l.). Christian Déus (7.v.l.), Teamleiter Ausbildung / Human Resources Development bei tkMSS führte die Gäste durch die Ausbildungswerkstatt.

(Fotos: Unternehmerverband)

Verwendung ausschließlich für redaktionelle Zwecke und mit Quellennennung: Foto: Unternehmerverband

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