Wasser muss laufen und ohne Wasser läuft nichts

Unternehmer aus Mülheim und Oberhausen besichtigen RWW-Wasserwerk in Styrum

Wenn Privathaushalte und Unternehmen in Mülheim und Oberhausen den Wasserhahn aufmachen, dann fließt es wie selbstverständlich zu jeder Tages- und Nachtzeit. Doch wie kommt das Wasser eigentlich in den Wasserhahn? Und was muss getan werden, um eine gute Wasserqualität dauerhaft sicherzustellen? Diesen Fragen sind jetzt Unternehmer aus Mülheim und Oberhausen im Rahmen eines regionalen Treffens des Unternehmerverbandes nachgegangen. Auf Einladung der RWW und ihres Geschäftsführers, Dr. Franz-Josef Schulte, machten sie sich ihr eigenes Bild von jenem Ort, an dem unser heimisches Wasser entspringt. Rund 40 Unternehmer konnten Heike Zeitel und Kerstin Einert-Pieper von der Geschäftsführung des Unternehmerverbandes im Ruhrwasserwerk Styrum begrüßen.

Das Wasser für Mülheim, Oberhausen und andere Orte der Umgebung kommt nämlich nicht aus einem tiefliegenden Quellbrunnen, sondern aus jenem heimischen Fluss, der dem Ruhrgebiet seinen Namen gibt. Aus der Ruhr versorgt RWW die Menschen in Mülheim, Oberhausen und Bottrop direkt mit Wasser. Insgesamt liefert die zum RWE-Konzern gehörende RWW über 80 Millionen Kubikmeter Wasser jährlich an Haushalt und Industrie. Diese riesige Wassermenge wird durch insgesamt 2.900 Kilometer Rohrnetz geleitet, was im flacheren Oberhausen einfacher ist als im hügeligeren Mülheim. Wasserwerks-Geschäftsführer Schulte hatte bei seiner Einführung in die Arbeit der RWW imposante Zahlen parat. Mit über 400 Mitarbeitern sorgt RWW dafür, dass das Wasser rund um die Uhr fließt. Dass das „Fließen“ wichtig ist, unterstrich Schulte doppelt: „Wasser, das steht, verkeimt. Und deswegen muss es immerzu laufen.“

Versorgungssicherheit und Wasserqualität sind für Schulte und seine Mitarbeiter das A und O. Vieles muss dabei bedacht werden. So muss die Qualität des Wassers ständig kontrolliert werden. Auf mögliche Krisen muss ein Wasserwerk gut vorbereitet sein. In Punkto Qualität und Zuverlässigkeit des Wassers sei man national und international führend, bekräftigt Schulte. Nicht zuletzt das in der Wasserwirtschaft anerkannte „Mülheimer Verfahren“ sichert bestes Trinkwasser. Es bezeichnet ein System verschiedener Reinigungsschritte des aus der Ruhr entnommenen Wassers. Mittels Ozon, Aktivkohle und einer abschließenden UV-Behandlung wird dafür Sorge getragen, dass aus dem Flusswasser bestes Trinkwasser wird.

Geschäftsführer Schulte unterließ es vor den heimischen Unternehmern natürlich nicht, auch auf die große Bedeutung des Wassers für die Industrie hinzuweisen. Über die Hälfte des vom RWW produzierten Trinkwassers geht an die heimische Wirtschaft. „Egal ob bei der Lebensmittelproduktion, in der Stahlindustrie oder im Heizkraftwerk – überall brauchen unsere Abnehmer in der Industrie große Mengen Wasser“, erläutert Schulte.

Ohne Wasser läuft also nichts, doch wie sieht die Zukunft der Wasserversorgung aus? „Der demografische Wandel ist für die Versorgung insgesamt eine riesige Herausforderung. Auch wir Wasserlieferanten müssen uns auf eine zurückgehende Bevölkerungszahl, und damit auf eine zurückgehende Zahl an Kunden, einstellen“, beschreibt es Schulte. Zudem käme in Haushalten und Industrie immer mehr moderne Technik zum Einsatz, die weniger Wasser benötigt. Es sei deswegen heute enorm wichtig, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. Große Bedeutung komme dabei unter anderem der Kooperation mit anderen Wasserversorgern und der Einführung neuer Produkte zu. Eine gleichbleibend hohe Qualität der Wasserversorgung sei bei allen Bemühungen die entscheidende Voraussetzung.

Dass RWW mit Sitz in Mülheim für die Zukunft gut gewappnet sei, unterstrich der Sprecher der regionalen Wirtschaft des Unternehmerverbandes, Heinz Lison. Die Wasserversorgung in Mülheim und Umgebung stehe für beispielhafte Qualität. Viele wasserwirtschaftliche Innovationen seien auch dank einer umsichtigen Unternehmensführung der RWW von hier angestoßen worden. „Die Industrie braucht dieses Wasser. Wir setzen dabei auch in Zukunft auf RWW“, so Lison in seinem Dank an Geschäftsführer Schulte. Der Besuch im Ruhrwasserwerk sei für die Unternehmer eindrucksvoll, spannend und lehrreich gewesen.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Im Ruhrwasserwerk: Die Unternehmer schauen sich die verschiedenen Reinigungsschritte, das sog. Mülheimer Verfahren, vor Ort an. (Foto: Unternehmerverband)

Ansprechpartner

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Geschäftsführer "Wirtschaft für Duisburg" und Leiter Kommunikation und Marketing

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