Vision von einer Stadt als Lebensraum

Unternehmer diskutierten beim Business Break über den Wettbewerb Zukunftsstadt 2030+ und „BOHRIS“

Menschen, Stadtteile und verantwortliche Planungsstellen zusammenbringen, um durch eine solche urbane Partizipation eine Stadt als Lebensraum zu gestalten – das ist das Ziel des Wettbewerbs Zukunftsstadt 2030+. „Bocholt hat – und das ist bemerkenswert – die Chance, auch die dritte Stufe dieses Wettbewerbs zu erreichen und damit siebenstellige Summen für die Stadtentwicklung zu erhalten", erläuterte Professor Dr. Hans J. Lietzmann von der Bergischen Universität Wuppertal beim jüngsten Business Break. Dazu hatten Unternehmerverband und Wirtschaftsförderung Bocholt am vergangenen Mittwoch eingeladen; die gut 60 Unternehmer und Geschäftsleute diskutierten über die Pläne sowie die künftige hausärztliche Versorgung. „Damit Bocholt für Fachkräfte attraktiv bleibt, müssen wir Visionen entwickeln, müssen wir unsere wirtschaftlichen Rahmenbedingungen immer wieder auf den Prüfstand stellen", hob Jürgen Paschold vom Unternehmerverband hervor.

Als eine von 52 Kommunen nimmt Bocholt seit 2015 am Wettbewerb „Zukunftsstadt 2030+" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung teil. Dabei diskutierten bereits 80 zufällig ausgewählte Bocholter Bürger sowie Vertreter von Interessengruppen, z. B. engagierte sich hier auch der Unternehmerverband, in Gruppen über lokale Themen. Ein 100-seitiges Bürgergutachten entstand, das die Stärken und Potenziale der Stadt aufzeigt. Lietzmann: „Bocholt ist als Fahrradstadt und mit seinen heimatverbundenen Bürgern sehr lebenswert. Auch ist diese Stadt ein starker Wirtschafts- und Bildungsstandort." Als vorbildlich werden auch das Städtebauprojekt kubaai oder die Junge Uni wahrgenommen. „Wünschenswert wäre eine Art Zukunftsbüro, das als ständige Anlaufstelle für Fragen, z. B. zur digitalen Infrastruktur, dient." Weitere Ideen aus dem Bürgergutachten sind vernetzte Bildung, grenzüberschreitende Kontakte und eine verkehrsberuhigte Innenstadt. Detailinformationen erhalten interessierte Bürger und Unternehmer unter www.idpf.eu

Sich besser zu vernetzen und langfristiger zu planen – darum ging es auch beim zweiten Kurzvortrag des Business Breaks. Nicht nur die hausärztliche Versorgung in Bocholt, Rhede und Isselburg ist mit 85 Prozent nicht ideal, machte Dr. Michael Adam deutlich: „Es ticken zwei Zeitbomben: 13 der 56 hiesigen Hausärzte sind über 65 Jahre alt. Und auch die Patienten werden älter, sodass der Aufwand für Versorgung und Pflege steigt." Deshalb wurde das Ärztenetzwerk BOHRIS gegründet, das inzwischen als Leader-Projekt finanziell sowie organisatorisch von der Stadt mitgetragen wird. „Es ist einmalig in Westfalen-Lippe und vielleicht sogar bundesweit, dass eine Stadt so ein Projekt gemeinsam mit Ärzten anpackt", zeigte sich Dr. Michael Adam optimistisch, dass gemeinsame Anstrengungen die ärztliche Versorgung künftig sicherstellen werden. Im Fokus von BOHRIS stehen junge Fachkräfte, die auf Jobmessen und Kongressen erreicht werden, außerdem setzt man auf zugewanderte Ärzte und die Weiterbildung medizinischen Personals, was zur Entlastung der vorhandenen Ärzte führen soll. Mehr unter: www.bocholt.de/bohris

An das Thema Fachkräfte knüpfte Jürgen Paschold vom Unternehmerverband abschließend an: „Am kommenden Dienstag dreht es sich hier im Hotel Residenz auch um die Sicherung von Fachkräften – quer durch alle Generationen, also von Y über digital bis hin zu 60+." Damit verband Paschold die herzliche Einladung zum 12. Bocholter Personalforum, bei dem noch einige Restplätze verfügbar sind. Weitere Informationen dazu unter www.unternehmerverband.org

 

 

Wie kann man sich in Bocholt besser vernetzen – dazu diskutierten mit Unternehmern (von links) Professor Dr. Hans J. Lietzmann (Bergische Universität), Simon Koller (Wirtschaftsförderung Bocholt), Dr. Michael Adam (Ärztenetzwerk BOHRIS) und Jürgen Paschold (Unternehmerverband). (Foto: Unternehmerverband)

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