Vier-Tage-Woche ohne Lohnausgleich diskutabel

Unternehmerverband plädiert für flexible Lösungen in der Metall- und Elektroindustrie

Der Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein zeigt sich offen für den Vorschlag einer Vier-Tage-Woche, den die IG Metall für die Metall- und Elektroindustrie vorgeschlagen hat – allerdings nur ohne Lohnausgleich. „In dieser Branche war es schon vor Corona konjunkturell schwierig. Derzeit sind viele Beschäftigte in Kurzarbeit. Man kann also durchaus darüber nachdenken, die Arbeitszeit abzusenken“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Aber – das ist der große Unterschied zur Gewerkschaft – keinesfalls unter der Voraussetzung eines Lohnausgleichs. Dieser bedeute effektiv deutliche Lohnerhöhungen und damit steigende Kosten für Unternehmen. „Die Lage in der Metall- und Elektroindustrie ist sehr ernst. Wenn jetzt die Arbeitskosten steigen, bedeutet das ein Risiko für Arbeitsplätze – das kann in der jetzigen Krise wirklich keiner wollen.“

Dass der Druck auf die Unternehmen steigt, ihre Personalkosten eher zu senken, zeigt auch der hohe Anteil an Kurzarbeitern in dieser Branche. Wolfgang Schmitz begrüßt deshalb, dass das Kurzarbeitergeld auf 24 Monate verlängert werden soll. Eigentlich läuft die Lohnersatzleistung nur zwölf Monate, wegen der Corona-Krise sind es aktuell bis zu 21 Monate. „Alles, was Beschäftigung sichert, ist gut“, sagt Schmitz. So würden die in einer Vier-Tage-Woche entsprechend der Arbeitszeit abgesenkten Löhne den Unternehmen helfen, ihre Liquidität zu sichern.“ Schmitz betont zugleich, dass der Flächentarif heute schon viele Möglichkeiten bietet. „Weitere Hilfen für Betriebe und Beschäftigte muss man mit der Gewerkschaft diskutieren. Die Arbeitszeitverkürzung ist sicher kein Allheilmittel.“

In der Metall- und Elektroindustrie wird verstärkt Kurzarbeit gefahren. Eine Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich könnte eine Alternative sein. (Foto: istock)

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