UVG-Präsident Lison: Mindestlohn führt zum Verlust von Arbeitsplätzen

Tarifautonomie darf vom Staat nicht ausgehebelt werden

Der Präsident der UnternehmerverbandsGruppe UVG, Heinz Lison, lehnt die vom DGB-Kongress geforderte Einführung eines Mindestlohns kategorisch ab. „Das wäre eine Entscheidung für mehr Bürokratie, höhere Kosten und weniger Arbeitsplätze“, sagte Lison am Dienstag vor Unternehmern aus dem Ruhrgebiet auf der Mitgliederversammlung der UVG. 

Der Deutsche Gewerkschaftsbund verkenne offenbar die Lage auf dem Arbeitsmarkt völlig. Statt Mindestlöhnen sei im Gegenteil die Öffnung des Niedriglohnbereiches das sicherste Mittel, Langzeitarbeitslosen und gering Qualifizierten – von letzteren sind rund 3 Millionen arbeitslos - wieder eine Chance zu geben. Ein Mindestlohn von 7,50 Euro, wie ihn der DGB fordert, würde diesen Menschen hingegen jeden Zugang zum Arbeitsmarkt versperren und weitere Zehntausende arbeitslos machen. 

Lison sieht auch die Gefahr, dass durch einen gesetzlichen Mindestlohn die in der bundesdeutschen Verfassung garantierte Tarifautonomie ausgehebelt wird: „Wo Arbeitgeber und Gewerkschaften als Tarifpartner Lösungen finden, muss der Staat vor der Tür bleiben“. Die Forderung nach Mindestlöhnen sei daher ein „Spiel mit dem Feuer“.

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