UVG: Glos hat sich vergaloppiert

Schmitz: Lohnerhöhungen nur zwischen 1 und 2 Prozent vertretbar

Das Eintreten von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) für deutliche Lohnerhöhungen ist von der UnternehmerverbandsGruppe UVG scharf kritisiert worden. Wie UVG-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz am Donnerstag in Duisburg vor Unternehmern erklärte, seien die Glos-Äußerungen gerade zu Beginn der Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie „störend und falsche Signale aussendend“. Der Unternehmerverband der Metallindustrie Ruhr-Niederrhein ist Mitglied in der UVG und tritt in wenigen Tagen in die Tarifrunde 2006 ein. Die IG Metall fordert Entgelterhöhungen von 5 Prozent.

Wie Schmitz weiter ausführte, steht die Position des Bundeswirtschaftsministers – die dieser in einem Interview mit der BILD-Zeitung äußerte – in starkem Gegensatz zu allen ernst zu nehmenden Wirtschaftswissenschaftlern, die gerade einmal Lohnerhöhungen zwischen einem und zwei Prozent für vertretbar halten. Um im globalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu bleiben und Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern, so Schmitz, müsse das Wirtschaftswachstum deutlich belebt werden. Mit hohen Tarifabschlüssen sei jedoch die erhoffte konjunkturelle Erholung von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Die Kaufkrafttheorie der Gewerkschaften, höhere Löhne führten automatisch zu mehr Binnennachfrage, sei „seit Jahrzehnten durch die Praxis wiederlegt“. Dass der Applaus nun ausschließlich aus Linkspartei und DGB komme, mache Glos hoffentlich klar, dass er sich „wirtschaftspolitisch vergaloppiert“ habe. Die Wirtschaft erwarte, dass der Minister sich seinen angekündigten Reformen wie Bürokratieabbau, Unternehmenssteuerreform, Mittelstands- und Forschungsförderung widme, die ohnehin nicht einfachen Tarifverhandlungen aber den dafür verantwortlichen Sozialpartnern überlasse.

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