UVG: Der Mangel an Fachkräften nimmt zu

Jobboom wird sich jedoch im zweiten Halbjahr abschwächen

Die jüngste Blitzumfrage der UVG UnternehmerverbandsGruppe e.V. hat ergeben, dass der Fachkräftemangel immer mehr zum wichtigsten Wirtschaftsthema neben der Explosion der Energie- und Rohstoffpreise wird. 42 Prozent der befragten Unternehmen können derzeit ihren Personalbedarf nicht mehr am Arbeitsmarkt decken. Vor einem halben Jahr waren es „nur“ 33 Prozent.  

Zugleich wird erkennbar, dass in Duisburg, Mülheim und Oberhausen sowie am rechten Niederrhein das Defizit an hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besonders groß ist. Denn im übrigen Ruhrgebiet, so das Umfrageergebnis aller bei „arbeitgeber ruhr“ kooperierenden Arbeitgeberverbände, schaffen es knapp über 70 Prozent der Betriebe, ihren jeweiligen Personalmangel zeitnah abzustellen. 

Dennoch haben im ersten Halbjahr 2008 annähernd 45 Prozent der Betriebe neue Arbeitsplätze geschaffen. Nur 7 Prozent der Unternehmen verzeichnen einen Personalrückgang. „Es kündigt sich aber deutlich eine Abschwächung des Jobbooms an“, so UVG-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz. Im zweiten Halbjahr plane nämlich nur noch ein Drittel der Firmen Neueinstellungen. Dies sei unter anderem die Folge eines deutlich sinkenden Optimismus, was die Wirtschaftsentwicklung der kommenden Monate angeht. Auch die Renditen der Unternehmen seien trotz meist voller Auftragsbücher in mehr als einem Viertel der Fälle wegen gestiegener Preise und dem Druck des globalen Wettbewerbs ungenügend. 

Positive Signale kommen dagegen vom Ausbildungsengagement der Betriebe. So bietet über ein Viertel der Unternehmen mehr Lehrstellen als schon im Vorjahr an. Nur etwa jeder 60.  Betrieb hat sein Ausbildungsangebot reduziert. Schmitz: „Das beweist, dass die Wirtschaft die Herausforderungen des demografischen Wandels ernst nimmt und viel Energie und Geld in die Förderung des eigenen Nachwuchses steckt“. 

Die UnternehmerverbandsGruppe e.V. vertritt bundesweit, aber mit Schwerpunkt im westlichen Ruhrgebiet und am rechten Niederrhein rund 700 Unternehmen in sechs Arbeitgeberverbänden mehrerer Branchen.

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