Unternehmerverband wirbt für Lückenschluss

Der Ausbau der Straßenbahnlinie 105 wäre ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Oberhausen

Der heimische Unternehmerverband wirbt mit Nachdruck für ein Ja zum Ausbau der Straßenbahnlinie 105 zwischen Oberhausen und Essen. „Der Wirtschaftsstandort Oberhausen kann von diesem Projekt nur profitieren“, ist sich der Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Wolfgang Schmitz, sicher. Die hiesigen Unternehmen würden nicht nur von den baulichen Investitionen profitieren. „Für Oberhausen ist die direkte und unkomplizierte Anbindung an die Nachbarstadt Essen entscheidend. Nicht nur Pendler und Studierende würden gewinnen, sondern der gesamte Standort“, so Schmitz.

Woanders reibe man sich verwundert die Augen, dass es diesen Lückenschluss noch nicht gäbe. Mit „Kirchturm-Denken“ und einer „Dagegen-Kultur“ sei keine Zukunft zu gewinnen. Die Argumente „pro 105“ würden klar auf der Hand liegen. Hier seien die positive Umweltbilanz, die Entlastung der Straße und das große Fahrgastpotential zu nennen. Bund und Land würden zudem 90 Prozent der Kosten übernehmen. Fördergelder, die bei einem Nicht-Ausbau woanders investiert würden.

„Das Ruhrgebiet ist gemeinsam stärker. Wir brauchen einen attraktiveren Nahverkehr, wenn wir mit anderen Ballungsräumen mithalten wollen“, ist sich Schmitz sicher. Viele Großprojekte scheitern oder verzögern sich derzeit durch den Widerstand der Bevölkerung und durch schwere Planungsfehler, verweist Schmitz auf Projekt wie den Berliner Flughafen oder den Tiefbahnhof in Stuttgart. „Es wäre ein wichtiges Signal für die Zukunftsfähigkeit des Reviers, wenn man es hier schafft, ein großes Projekt zu realisieren“, so Schmitz. Bei einem „Ja“ am 8. März müsse die Politik zügig und entschlossen die Weichen zum Ausbau stellen.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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