Unternehmerverband fördert künftige Fachkräfte

Nele Schöfisch und Ferdinand Schreier studieren an der Hochschule Rhein-Waal / Erschwertes Studieren unter Corona-Bedingungen

Die erzwungene vorzeitige Rückkehr aus dem Auslandssemester, das fehlende Interagieren mit Kommilitonen, abgesagte Praktika in Firmen sowie Nebenjobs in der Gastronomie, die plötzlich wegbrechen – Studieren in Zeiten der Corona-Pandemie bedeutet, viele Hindernisse überwinden zu müssen. Das bestätigen auch Nele Schöfisch, Studiengang Arbeits- und Organisationspsychologie (Campus Kamp-Lintfort), und Ferdinand Schreier, Studiengang International Relations (Campus Kleve), an der Hochschule Rhein-Waal (HSRW). Beide studieren zurzeit ausschließlich online. Das Deutschlandstipendium – 300 Euro monatlich zahlen je zur Hälfte der Bund und ein privater Stifter – erhalten Studierende, die besondere Leistungen oder soziales Engagement vorweisen können.

„Dass mich psychologische Themen interessieren, habe ich bereits in der Schule gemerkt“, berichtet Nele Schöfisch. Die endgültige Entscheidung fiel dann aber während ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in Mexiko. Durch Recherche wurde sie auf die HSRW aufmerksam und hat ihre Entscheidung, hier zu studieren und von ihrer Heimatstadt Embsen im Landkreis Lüneburg zeitweilig nach Kamp-Lintfort zu ziehen, nicht bereut. „Das Studium ist sehr praxisnah und es gibt ein breites Angebot an Schlüsselkompetenzkursen, Start-up-Coachings und vielem mehr. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass alles weniger anonym ist als an größeren Universitäten“, berichtet die 23-Jährige. In Zeiten der Corona-Pandemie fehlen ihr vor allem die gemeinsamen Lerntreffen mit den Kommilitonen sowie generell der persönliche Austausch an der Hochschule.

„Mit unseren Stipendien wollen wir sowohl die Chancen des talentierten Nachwuchses aus unserer Region verbessern, als auch etwas für die Unternehmen tun, deren Interessen wir vertreten“, erläutert Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wie diesen müsse man nach vorn blicken: „Die hiesige Wirtschaft braucht versierten Nachwuchs um an der Spitze zu bleiben.“

Dazu zählt auch Ferdinand Schreier aus Aschaffenburg. Er studiert International Relations an der HSRW und plant, beruflich im Bereich Internationale Finanzmärkte oder Politikberatung Fuß zu fassen. Seine beiden Praktika, für die er im zurückliegenden Jahr feste Zusagen hatte, wurden leider aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. „Ich bewerbe mich jetzt wieder auf Stellen und habe hoffentlich im nächsten Jahr Glück“, so Schreier. Er lobt ebenfalls die große Praxisorientierung der Hochschule Rhein-Waal. „Wir können in verschiedenen Projekten erlerntes Wissen vertiefen. Dazu zählen auch Simulationen, in denen wir die Rolle von UN-Delegierten übernehmen und Lösungen für globale Probleme ausarbeiten müssen“, berichtet der 21-Jährige.

Das Stipendium des Unternehmerverbandes stellt für die beiden Studierenden eine große Erleichterung dar. „Das Stipendium verringert den finanziellen Druck und gibt mir Gelegenheit, an der HSRW beispielsweise im Senat oder Studienbeirat mitzuwirken“, berichtet Schöfisch. Für ihr Engagement wurde sie im vergangenen Jahr mit dem Zonta Student Award ausgezeichnet. Und Ferdinand Schreier ergänzt: „Das Stipendium hat mir im vergangenen Jahr sehr dabei geholfen, gute Kontakte zu meinen Förderern zu knüpfen und mein persönliches Netzwerk zu erweitern.“

Nele Schöfisch, Stipendiatin des Unternehmerverbandes an der HSRW. (Foto: privat)
Ferdinand Schreier, Stipendiat des Unternehmerverbandes an der HSRW. (Foto: privat)
Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. (Foto: Unternehmerverband)

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