Unternehmerverband begrüßt Entscheidung zum Mutterschutz

20 Wochen Mutterschaftsurlaub bei vollem Lohnausgleich – diese Forderung der Europäischen Union hatte der Unternehmerverband bereits im Oktober kritisiert mit dem Hinweis, dass die Finanzierung nicht allein zu Lasten der Arbeitgeber gehen darf. Gestern hat sich auch eine Mehrheit der EU-Staaten in Brüssel gegen die Ausweitung des Mutterschaftsurlaubs ausgesprochen. „Wir sind froh, dass die Verlängerung von 14 auf 20 Wochen abgelehnt wurde“, zeigt sich Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, erleichtert. Denn eine solche Regelung hätte nicht nur die knappen öffentlichen Kassen belastet, sondern auch zu höheren Kosten für die Unternehmen geführt und nicht zuletzt die Beschäftigungschancen von Frauen verschlechtert.

Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz weist darauf hin, dass in vielen hiesigen Unternehmen familienfreundliche Maßnahmen wie Kita- und Kindergartenplätze in der Nähe der Arbeitsstelle, Kantinenessen zum Mitnehmen oder flexible Arbeitszeit eher die Regel als die Ausnahme seien. „Die Unternehmern haben erkannt, dass sie vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und dem Fachkräftebedarf Mütter besonders fördern müssen“, sagt Wolfgang Schmitz. Deshalb wehrt er sich auch gegen EU-verordnete Gleichmacherei: Deutschland biete neben dem Mutterschaftsurlaub zusammen mit der Elternzeit und Lohnersatzleistungen während familiärer Freistellungsphasen ein gutes Gesamtpaket für Eltern, „das im EU-Vergleich überdurchschnittlich hohe Standards beinhaltet“, so Schmitz.

Die EU-Kommission schlägt jetzt in einem Kompromiss die Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs auf 18 Wochen vor. „Dann muss man aber über Zugeständnisse seitens der Arbeitnehmer sprechen“, fordert Schmitz; zur Gegenfinanzierung etwa könnte auf den im Mutterschutz anfallenden Urlaub verzichtet werden. Die Unternehmerverbandsgruppe vertritt rund 700 Unternehmen bundesweit im Arbeits- und Sozialrecht sowie in der Tarifpolitik.

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