„Tarifpolitische Muskelspiele unangemessen und unnötig.“

Für die laufende Tarifrunde in der NRW-Metall- und Elektroindustrie fordert Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Beschäftigungssicherung in den Vordergrund zu stellen. Er übt Kritik an Warnstreikplänen der IG Metall nach Ende der Friedenspflicht.

Mit Unverständnis haben die Metallarbeitgeber Ruhr-Niederrhein auf die Ankündigung der IG Metall reagiert, nach Ende der Friedenspflicht ab dem 1. März Warnstreiks durchzuführen. „Die IG Metall vergibt gerade die Chance, die Verhandlungen in einer vernünftigen und sachgerechten Atmosphäre fortzuführen. Dabei brauchen die Unternehmen und die Beschäftigten gerade jetzt Planungssicherheit“, sagt Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Tarifpolitische Muskelspiele, egal ob virtuell oder auf der Straße, seien völlig unangemessen und verzögerten die Verhandlungen. „Wir haben keine Zeit für überflüssige Rituale. Die Beschäftigten kennen die Lage in ihren Betrieben ganz genau und wissen um die erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Druck auf ihre Arbeitsplätze ist für sie real. Was sie daher nun am wenigsten gebrauchen können, ist eine längere Phase der Unsicherheit“, so Schmitz. Vielmehr müsse es nun darum gehen, eine Tariflösung zu finden, die den Betrieben die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht noch zusätzlich erschwert. Alles andere gefährde die betrieblichen Aufholprozesse, um möglichst bald wieder an früheres Wachstum anknüpfen und die rezessionsbedingt ohnehin nur schwer zu stemmenden Zukunftsinvestitionen tätigen zu können.

Schmitz: „Die Metallarbeitgeber haben der IG Metall jüngst einen umfassenden Strukturvorschlag gemacht, der die tariflichen Bedingungen bis 2022 und darüber hinaus klären kann.“ Er erwarte, dass sich die IG Metall auf dieser Basis in den Verhandlungen konstruktiv zeige. Die Tarifpolitik und die Sozialpartner hätten eine große Verantwortung für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die Sicherung von Arbeitsplätzen. Hierzu müsse die Tarifrunde 2021 einen wichtigen Beitrag leisten. Dann werde es auch gelingen, den Flächentarifvertrag als Maßstab für die Arbeitsregelungen zu stärken. „Auch das muss unser gemeinsames Ziel dieser Tarifrunde bleiben“, betonte Schmitz.

(Sharepic: METALL NRW)
Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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