Starkes Signal für den Industrieservice auf der INservFM

Unternehmerverband auf Messe in Frankfurt / „Arbeitsrecht 4.0“ beim Fachkongress

An Stahl- und Industriestandorten hat eine Branche eine große Bedeutung: die Industriedienstleister. „Viele hiesige Arbeitsplätze sind in dieser Branche angesiedelt, zu denken ist beispielsweise an die Wartung und Instandsetzung in Stahlwerken, die Reinigung von Produktionsanlagen oder auch das Stillstandsmanagement in Raffinerien“, erläuterte Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Auf der Branchen-Messe „INservFM“, die Ende Februar in Frankfurt am Main stattfand, waren deshalb der Unternehmerverband Industrieservice und der Unternehmerverband Dienstleistungen mit von der Partie. Beide Verbände mit Sitz in Duisburg zählen bundesweit Firmen zu ihren Mitgliedern.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier betonte bei seiner Eröffnungsrede, dass die Wirtschaftsbereiche Industrieservice und Facility Management Jobmotoren für Deutschland sind. „Beide Branchen tragen dazu bei, dass Unternehmen ihr Kerngeschäft effizienter und damit auch kostengünstiger ausführen können“, so Bouffier. Mit der Aussage, dass diese Branchen „Flexibilität benötigen“, sprach der Ministerpräsident den rund 100 Austellern und vielen hunderten Besuchern aus dem Herzen. Stichworte sind hier Werkverträge und Zeitarbeit, die wichtige Instrumente für die Unternehmen sind. Neue gesetzliche Reglementierungen würden gerade die Arbeitsplätze bei den Industriedienstleistern empfindlich treffen.

Nicht nur das Facility Management und der Industrieservice kamen bei dieser Messe erstmals und in ihren jeweiligen Spezialisierungen wie auch in deren Synergien zusammen. Eine Premiere gab es auch für den Unternehmerverband, der sich erstmals auf einem Gemeinschaftsstand mit dem Wirtschaftsverband Industrieservice, kurz WVIS, präsentierte. „Gemeinsam haben wir uns für die beiden Branchen stark gemacht“, erläuterte Messeorganisator Peter Wieseler, Rechtsanwalt beim Unternehmerverband, der den Messestand organisiert hat. Während sich der WVIS vor allem für die Brancheninteressen und die Ausbildung stark macht, sind Schwerpunkte der Unternehmerverbände Fragen rund um die Arbeitsbeziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. „Konkret geht es dabei zum Beispiel um Tarifverträge, den Umgang mit Zeitarbeit und Werkverträgen oder die Gestaltung von Betriebsvereinbarungen“, erläuterte Wieseler.

Über diese und viele weitere Themen kam das Messeteam mit Besuchern ins Gespräch. „Das Verhältnis zu den verschiedenen Gewerkschaften, die Entlohnungsstruktur in den verschiedenen Branchenzweigen oder arbeitsvertragliche Lösungen für Stillstände – die intensiven Gespräche zeigten, wie versiert und interessiert das Fachpublikum war“, freute sich Wieseler. Zwar sei die Messe, die großzügig in Halle 11 auf der Frankfurter Messe Platz fand, überschaubar gewesen, dafür sei das Publikum aber weniger gehetzt und offen für tief gehende Gespräche gewesen, so das Resümee des Hauptgeschäftsführers Wolfgang Schmitz. Und schließlich sei die INservFM ja quasi auf seiner Jungfernfahrt gewesen, sodass weitere Auflagen vielversprechend seien.

Ähnlicher Meinung war das Vorstandsmitglied des Unternehmerverbandes Industrieservice, Hans-Dieter Behrens, im Hauptamt Geschäftsführer der Xervon GmbH mit Sitz in Köln. „Die Messe war professionell organisiert, wenn sie auch hinsichtlich des Umfanges der Aussteller und der Besucher ausbaufähig ist“, so Behrens im Gespräch an unserem Messestand. Die Messe hätte ihm als Kommunikationsplattform gedient. „Sie bot zudem ein umfangreiches Kongressprogramm; besonders die Themen Fachkräfte und Digitalisierung bzw. Industrie 4.0 haben mich interessiert.“ Die Präsenz des Unternehmerverbandes, in dem sich Hans-Dieter Behrens ehrenamtlich engagiert, begrüßte er sehr: „Die Messe war eine gute Plattform, um sich in Erinnerung zu rufen und als Verband zu präsentieren.“

Begleitet wurde die Messe von einem zweitägigen Kongress, der bei über 90 Expertenvorträgen zukunftsweisende Impulse gab. Der Unternehmerverband trug das Referat „Arbeitsrecht 4.0 – Die Digitalisierung der Wirtschaft unter Beachtung der betrieblichen Mitbestimmung“ bei. „Die Digitalisierung wird Arbeitsplätze verändern. Hierbei haben Arbeitgeber neben anderen Gesetzen auch und insbesondere das Betriebsverfassungsgesetz zu beachten“, erläuterte Referent Wieseler. Verbandsingenieur Jürgen Paschold, der das Referat aus arbeitswirtschaftlicher Sicht ergänzte, zeigte weitere Dimensionen auf: „Die Veränderungen werden im Prinzip alle Bereiche eines Unternehmens durchziehen von der Arbeitszeit über neue Arbeitsbewertungen durch veränderte Aufgabenstrukturen bis hin zu Arbeitsschutz und Qualifizierung. Mit diesen Themen sollten sich Unternehmer früh auseinandersetzen.“

Weitere Informationen und eine Fotogalerie zur Messe auf: www.unternehmerverband.org

Auf der INservFM in Frankfurt präsentierten sich der Unternehmerverband Industrieservice und der Unternehmerverband Dienstleistungen. (Foto: Unternehmerverband)

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