Schneller und geräuschloser Tarifabschluss

Metall- und Elektroindustrie erzielte gestern Abend ein Tarifergebnis

Die Metall- und Elektroindustrie in NRW hat gestern Abend ein Tarifergebnis erzielt. Schon seit einigen Wochen hatten die Tarifpartner, das sind METALL NRW und IG Metall, versucht, unter dem Eindruck der wirtschaftlichen Situation der Branche die Tarifrunde 2020 in einem verkürzten Verfahren abzuschließen. In den vergangenen Tagen und Stunden überschlugen sich die Ereignisse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, sodass sich die Tarifparteien in einem nochmals beschleunigten Verfahren – im kleinen Kreis unter Leitung der beiden Verhandlungsführer Arndt Kirchhoff und Knut Giesler – am 19. März 2020 auf einen Tarifabschluss für die Tarifrunde 2020 verständigt haben, der gestern am späten Abend unterzeichnet worden ist.

Hier finden Sie die entsprechende Pressemeldung von METALL NRW mit folgender Ergänzung:

Der Unternehmerverband Metall Ruhr-Niederrhein ist der regionale Tarifträgerverband für die Eisen-, Metall- und Elektroindustrie und die mit ihr verbundenen Wirtschaftszweige. Mit mehr als 22.000 Beschäftigten in seinen Mitgliedsunternehmen ist er einer der größten M+E-Verbände in NRW. Er wurde 1906 gegründet und hat seinen Sitz im HAUS DER UNTERNEHMER in Duisburg.

Dessen Hauptgeschäftsführer Wolfgang Schmitz, der selbst Mitglied der Tarifkommission bei METALL NRW ist, äußert sich so zum Tarifabschluss:

„Die Corona-Krise mit all ihren katastrophalen Auswirkungen hat dazu beigetragen, dass schnell und geräuschlos ein Tarifergebnis erzielt wurde, das der besonderen Situation Rechnung trägt. Die beiden wesentlichen Punkte sind: Es gibt keine lineare Entgelterhöhung, die die Unternehmen in der derzeitigen Situation noch zusätzlich belasten würde. Zweitens wird der Tarifvertrag „Zukunft in Arbeit“ wieder in Kraft gesetzt. ‚ZiA‘ hat unsere Branche auch in den Jahren 2008/2009 gut durch die Krise gebracht – die knapp vier Millionen Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie bundesweit konnten damals etwa durch das Instrument Kurzarbeitergeld erhalten werden. Das nun erzielte Tarifergebnis beinhaltet zudem Härtefall-Regelungen. Das ist gut für die Mitarbeiter: Die sozialen Folgen im Fall von längerer Kurzarbeit werden abgemildert.“

V. l. n. r.: Arndt G. Kirchhoff (METALL NRW) und Knut Giesler (IG METALL) erzielen Einigung für Tarifrunde 2020. (Foto: METALL NRW)

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