Realschüler trafen Azubis und Unternehmer

Unternehmerverband verschaffte Schülern praxisnahe Einblicke in die Berufswelt

Einblicke in die betriebliche Wirklichkeit: 126 Neuntklässler der Friedrich-Ebert-Realschule erhielten am Mittwoch die Chance, insgesamt acht Oberhausener Unternehmen sowie eins in Duisburg zu erkunden. Betriebe aller Branchen öffneten den Schülern die Türen, um ihre Abteilungen, Berufsbilder und Ausbildungsangebote vorzustellen. Möglich machte diesen Betriebserkundungstag das Projekt „Vertiefte Berufsorientierung“, an dem insgesamt sechs Schulen in Oberhausen teilnehmen. Es wird vom Unternehmerverband durchgeführt mit Unterstützung der Agentur für Arbeit Oberhausen/Mülheim.

„Bei den Betriebserkundungen zeigen Experten an konkreten Arbeitsplätzen auf, welche Ausbildungsmöglichkeiten es gibt und welche Wege man dafür einschlagen sollte“, erklärte Thomas Löhr, Projektleiter beim Unternehmerverband. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Oberhausen, Heinrich Lehnert, befürwortet dieses Konzept: „Die Berufsorientierung kann in der Schule nicht früh genug beginnen. Denn wer sich rechtzeitig mit seiner Berufswahl auseinandersetzt, kann enttäuschende Fehlbewerbungen und Ausbildungsabbrüche vermeiden.“ Bei der MAN Diesel & Turbo SE bekamen die Schüler einen Einblick in die Organisation und Abläufe des Fertigungszentrums. Nach einer kurzen Unternehmensvorstellung erläuterten, stellvertretend für die Ausbildung, Marion Malcherczyk und Rolf Urmann den Schülern die Ausbildungsangebote bei MAN. Neben den technischen Berufen wie Zerspanungsmechaniker, Dreh- und Frästechniker und Industriemechaniker wird auch zum Industriekaufmann bzw. zur Industriekauffrau ausgebildet. „Erstmalig bietet das Unternehmen in diesem Jahr ein Duales Studium Maschinenbau an und baut weiter den Austausch der Auszubildenden zwischen den nationalen und internationalen Standorten der Unternehmensgruppe aus“, führen Personalleiter Schmiedt und Ausbildungsleiter Wischermann weiter aus. Weitere teilnehmende Unternehmen aus Oberhausen waren neben MAN: Barmer GEK, Katholische Kliniken Oberhausen, Autohaus Muhra GmbH, Einzelhandel Aldi Süd, Städtische Kindertageseinrichtung Königshardt, Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT sowie die Targo Bank Duisburg.

Solche wirtschaftsbezogenen Schulprojekte führt der Unternehmerverband bereits seit Jahrzehnten durch. Doch vor dem Hintergrund des vielzitierten Fachkräftebedarfs fällt es den Unternehmen immer schwerer, Bewerber vor allem für die technischen Berufe zu finden. Deshalb machte der Verband die Fachkräfte-Frage in diesem Jahr zum Schwerpunkt-Thema: „Wir bringen Schüler mit Unternehmern zusammen und begegnen so der Fachkräfte-Frage praxisnah“, fügte Löhr hinzu. Durch seine rund 700 Mitgliedsunternehmen hat der Verband beste Kontakte zu Personalleitern und Ausbildern. „Wir schlagen die Brücke zu den Schulen und bereiten die Schüler damit systematisch auf die Praxis in der Wirtschaft vor“, so Löhr weiter. An insgesamt sechs Schulen in Oberhausen werden mit Unterstützung der Agentur für Arbeit wirtschaftsbezogene Schulprojekte durchgeführt, um Schüler auf den Beruf vorzubereiten. Im vergangenen Jahr haben allein 1500 Schüler hieran teilgenommen und Erfahrungen für eine Zukunft als „Fachkraft“ gesammelt. Weitere Informationen zu den Schulprojekten bei Thomas Löhr, Telefon: 0208 825-2006, E-Mail: loehr@unternehmerverband.org

Die Neuntklässler der Friedrich-Ebert-Realschule während der Betriebserkundung vor dem Verwaltungsgebäude der MAN Diesel &Turbo SE in Oberhausen (Foto: Unternehmerverband)

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