Noch immer viele freie Ausbildungsstellen zu besetzen

Unternehmerverband erfreut, dass sich der Ausbildungsmarkt ein wenig normalisiert / Lücke zwischen offenen Stellen und unversorgten Bewerbern bleibt leider groß

Die Befürchtungen, es könne einen Corona-Ausbildungsjahrgang geben, bewahrheiten sich glücklicherweise nicht. „Insgesamt haben bis Ende September gut 435.000 junge Menschen neue Ausbildungsverträge in Industrie, Handel, Handwerk und den freien Berufen unterschrieben, das sind bundesweit zwei Prozent mehr als vor einem Jahr“, so Wolfgang Schmitz, Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes. Eitel Sonnenschein herrsche dennoch nicht, da das Vor-Corona-Niveau noch nicht wieder erreicht sei: Denn im Vergleich zu 2019 traten 2020 elf Prozent weniger junge Menschen eine Berufsausbildung an.


Der Unternehmerverband, an Rhein und Ruhr Mitglied des Ausbildungs-Konsenses, zeigt sich dennoch optimistisch, da zwei Gründe den Einbruch im Ausbildungsmarkt hätten noch weiter verschlimmern können: Erstens ist der Aufwand für Unternehmen, Nachwuchs zu gewinnen, stark gestiegen, da es in Zeiten des Corona-Virus schwer ist, an die Jugendlichen heranzukommen. „Stichworte sind ausgefallene Praktika und Berufsmessen“, verdeutlicht Elisabeth Schulte, beim Unternehmerverband für das Thema Schule/Wirtschaft verantwortlich. Zweitens schlägt bei den Betrieben negativ zu Buche, dass Material fehlt und exorbitante Energiekosten gestemmt werden müssen. „Mit dem hoffentlich baldigen Rückgang der Pandemie sehen wir aber eine gute Perspektive, dass die Probleme der Lieferketten wieder abnehmen.“


Weiterhin Sorge bereitet den Arbeitgebern eine wachsende Lücke: „Im 14. Jahr in Folge sind bundesweit mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unvermittelte Bewerber zu erwarten“, sagt Schulte. Diese Tendenz bestätige sich an Rhein und Ruhr: Auch hier liegt die Zahl der unversorgten Bewerber so niedrig und die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze so hoch wie lange nicht. Deshalb ermutigt sie die noch unversorgten Jugendlichen, jetzt noch eine duale Ausbildung anzutreten, „auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres besetzen noch viele Unternehmen ihre freien Ausbildungsstellen“.


Die Betriebe und Unternehmen leisten mit ihrer hohen Ausbildungsbereitschaft wichtige Investitionen, um die anstehenden Zukunftsaufgaben wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Mobilität bewältigen zu können, betont Wolfgang Schmitz. „Daher muss die künftige Bundesregierung die Berufliche Bildung stärken, indem die Unternehmen kostenmäßig nicht überlastet werden, Berufsorientierung ausgeweitet wird, Schulen besser digital ausstattet und Pädagogen im Umgang mit neuen Medien stärker geschult werden.“

Weiterhin Sorge bereitet den Arbeitgebern eine wachsende Lücke: An Rhein und Ruhr liegt die Zahl der unversorgten Bewerber so niedrig und die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze so hoch wie lange nicht. Deshalb ermutigt der Unternehmerverband alle noch unversorgten Jugendlichen, jetzt noch eine duale Ausbildung anzutreten. (Foto: pixabay)

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