Nicht nur das „Ideal Rente“, sondern auch den Wert der Arbeit betonen

Der Unternehmerverband ist besorgt über „ausufernde“ Wünsche nach weniger Arbeit

„Wir lügen uns in die Tasche, wenn wir glauben, mit weniger Arbeit unseren Wohlstand halten zu können“, so bringt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes, Martin Jonetzko, die Bedenken der Wirtschaft angesichts immer neuer Wünsche zur Reduzierung der Arbeitszeit auf den Punkt. Jüngst war die Gewerkschaft IG BCE mit einem Vorstoß für eine Drei- oder Vier-Tage-Woche für Beschäftigte ab 60 Jahren vorgeprescht. Weitere Gewerkschaftsvertreter fordern nun, den Ausstieg aus dem Arbeitsleben vor Erreichen der Regelaltersgrenze zu erleichtern.

„Eine Politik gegen die Mathematik wird scheitern“, so Jonetzko unter Hinweis auf den demographischen Wandel. „Wir haben immer weniger junge Leute in Deutschland. Gleichzeitig sind die Älteren immer länger gesund. Das passt einfach nicht zu den ständig neuen Forderungen nach einem früheren Rentenbeginn“, unterstreicht Jonetzko. Junge Leute zahlen schon heute deutlich mehr in die Rentenkasse, als sie später einmal rausbekommen. „Wir müssen aufpassen, dass wir der jungen Generation den Rucksack nicht so voll laden, dass er irgendwann nicht mehr zu schultern ist“, warnt Jonetzko. Die von der Bundesregierung geplante „Flexi-Rente“ dürfe deswegen auch kein Frühverrentungsprogramm durch die Hintertür werden.

Natürlich habe die Wirtschaft ein Interesse daran, Fachkräfte in den Betrieben zu halten. „Jeder vierte Betrieb in der hiesigen Region klagt laut unserer aktuellen Umfrage bereits über einen akuten Fachkräftemangel. Unser Bestreben muss doch deswegen sein, ältere Arbeitnehmer länger – und nicht kürzer – an die Betriebe zu binden“, führt Jonetzko aus. Für die vom Bundestag beschlossene Rente mit 63 würden bereits über 100.000 Anträge vorliegen. „Das verschärft natürlich jetzt schon den Fachkräfteengpass“, so Jonetzko.

Insgesamt müsse in der Renten-Debatte aufgepasst werden, dass der Wert der Arbeit nicht immer weiter unter die Räder gerate. „Dass Arbeit Freude macht und die Millionen Arbeitnehmer in Deutschland unseren Wohlstand tragen, kommt eindeutig zu kurz. Gerade mit Blick auf die junge Generation und ihre Suche nach Perspektiven, sollten wir nicht nur das ‚Ideal Rente‘ betonen“, so Jonetzko abschließend.

Die Unternehmerverbandsgruppe mit ihren sechs Einzelverbänden und ihren rund 700 Mitgliedsunternehmen gehört zu den größten Arbeitgeberverbänden Nordrhein-Westfalens. Mit Sitz in Duisburg reicht ihr angestammtes Verbreitungsgebiet vom westlichen Ruhrgebiet (Duisburg, Mülheim, Oberhausen) über den Kreis Wesel bis an die niederländische Grenze (Kreis Kleve) und ins Münsterland (Kreis Borken).

Martin Jonetzko, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Unternehmerverbandes (Foto: Unternehmerverband)

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