Nächste Station des InfoTrucks heute in Emmerich

InfoTruck der Metall- und Elektroindustrie macht in Emmerich Halt / Gesamtschüler lernen technische Berufe bei PROBAT kennen / Berufsfelderkundung für Achtklässler

Getriebe für Windräder, Komponenten für effiziente Motoren, innovative Maschinen mit digitaler Steuerung – solche Produkte, die das Siegel „Made in Germany“ tragen, werden auch in dieser Region hergestellt. Dafür benötigen die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie Fachkräfte, die sie selbst ausbilden. „Wer bei ‚Made in Germany‘ mitmachen möchte, kann sich in unserem InfoTruck über technische Ausbildungsberufe und in den Betrieben selbst über die Chancen informieren“, wendet sich Jürgen Paschold, Verbandsingenieur beim Unternehmerverband, an Schüler in der Berufsorientierung. Die Arbeitgeberorganisation schickt den InfoTruck wieder zu Firmen in seinem Verbandsgebiet; in dem High-tech-Gefährt können auch typische Tätigkeiten der Branche – etwa computergesteuertes Fräsen oder Schalten von Elektroverbindungen – ausprobiert werden.


Eine Frage stellen die Schüler im InfoTruck immer: Was verdient man denn als Azubi in den Unternehmen? „Das Azubi-Gehalt ist höher als in vielen anderen Berufen; das Durchschnittseinkommen nach der Ausbildung als Facharbeiter liegt bei rund 43.500 Euro je nach Arbeitsaufgabe“, erläutert Paschold. Neben den überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie stellt der Verbandsingenieur auch die guten Bedingungen heraus: flexible Arbeitszeiten bei einer 35 Stunde-Woche, Aufstiegsmöglichkeiten zum Meister oder Techniker und spannende Auslandseinsätze.


Um die aussichtsreichen Perspektiven vor Ort deutlich zu machen, lud der Unternehmerverband 32 Achtklässler der neuen Gesamtschule Emmerich und des Willibrord-Gymnasiums in den InfoTruck ein. Für sie ist diese Erkundung eine so genannte „Berufsfelderkundung“ im Rahmen des Übergangssystems Schule – Beruf „Kein Abschluss ohne Anschluss“, kurz: „KAoA. Der InfoTruck machte vor der Ausbildungslehrwerkstatt der PROBAT-Werke von Gimborn Maschinenfabrik GmbH Halt. Der Weltmarktführer für Kaffeeröstmaschinen und -anlagen bildet derzeit 47 Mädchen und Jungen in folgenden Berufen – jeweils m/w – aus: Elektroniker für Betriebstechnik, Fachkraft für Lagerlogistik, Industriemechaniker, IT-Systemelektroniker, Technischer Produktdesigner, Industriekaufmann und Zerspanungsmechaniker aus. Hinzu kommen die Kooperativen Ingenieursausbildungen (KIA) in den Bereichen Elektroniker für Betriebstechnik bzw. technischer Produktdesigner, jeweils mit dem Abschluss „Bachelor of Science“. Die KIAs bietet Probat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein Waal an. Aufbauend kann noch der Master-Abschluss erworben werden. Geplant ist die Ergänzung der KIAs um Ausbildungen im kaufmännischen sowie IT-Bereich.


„Wir freuen uns, den Schülern mit dem Truck ein qualitativ hochwertiges Angebot machen zu können“, so Wim Abbing, Vorstandsvorsitzender der Unternehmerverbandsgruppe und Geschäftsführer der PROBAT-Werke. „Wir wollen auf die Chancen der Ausbildung in technischen Berufen aufmerksam machen“, erklärt Abbing. Es sei wichtig, gerade auch bei Mädchen Vorurteile gegenüber diesen Berufen abzubauen. Der Truck steht aktuell bei den PROBAT-Werken. So hatten die Schüler die Möglichkeit, sich im InfoTruck über Ausbildungsmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie generell und über Möglichkeiten der Ausbildung bei PROBAT im Speziellen zu informieren. Um einen guten Einblick auf Augenhöhe zu geben, standen auch Auszubildende des Unternehmens als Gesprächspartner zur Verfügung.


Jörg Gabriel, Ausbildungsleiter bei den PROBAT-Werken, bringt die Hoffnung zum Ausdruck, den einen oder anderen Schüler und auch Schülerinnen im Rahmen des Praktikums in Klasse 9 wiederzusehen: „Wir suchen Jugendliche, die eine gute Auffassungsgabe, Teamfähigkeit und Freude an Technik mitbringen“, so Gabriel.


Die Schüler konnten im InfoTruck auf zwei Etagen mit 80 Quadratmetern Präsentationsfläche die Berufe der Branche kennenlernen – in Bild, Text, Ton und mit computergesteuerten, laufenden Maschinen, wenn auch in Miniatur. Dabei kommen modernste Medien und zum Beispiel eine 3D-Animation zum Einsatz. Am allerwichtigsten ist den Organisatoren aber, dass die Berufe durch „Anfassen und Selbermachen“ konkret erlebbar werden. Wie kann ein Aufzug gesteuert werden? Wozu dienen Wechselschalter? Und wie muss eine computergesteuerte CNC-Fräse programmiert werden? Die einzelnen Lern- und Erlebnisstationen sind zu diesem Zweck wie typische Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie konzipiert.


Gerade dieser praxisnahe Einblick sei für seine Schüler Gold wert, sagt Lehrer Dirk Marciniak, der KAoA an der Emmericher Gesamtschule koordiniert. „Diese enge Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb ist sehr wichtig, damit ein nahtloser Übergang in Ausbildungsverhältnisse gelingt.“ Auch seine Schüler könnten zum wertvollen Kapital der Zukunft, nämlich zu den Mitarbeitern, werden. „Deshalb ist die Nähe zur lokalen Wirtschaft, zu den zukunftsorientierten Unternehmen hier am Standort Emmerich, so wichtig“, so Marciniak.


Der Unternehmerverband vertritt in Emmerich und Umgebung rund 50 Unternehmen; Ansprechpartner in der Bocholter Regionalgeschäftsstelle ist der Verbandsingenieur Jürgen Paschold, Tel. 02871 23698-11, www.unternehmerverband.org

Verbandsingenieur Jürgen Paschold (links) und Martijn Sinke, PROBAT-Azubi im dritten Lehrjahr zum Industriemechaniker, erklärt den Schülern der Gesamtschule Emmerich eine automatisierte Serienproduktion. Die Achtklässler durften den Roboter auch selbst bedienen und ähnliche Abläufe später in der PROBAT-Fertigung erkunden. (Foto: Unternehmerverband)

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